Der Bundestrojaner

Der Bun­des­gericht­shof hat am Mon­tag bis auf weit­eres entsch­ieden, dass die verdeck­te Online Durch­suchung unzuläs­sig ist. Bun­desin­nen­min­is­ter Wolf­gang Schäu­ble möchte trotz­dem eine geset­zliche Grund­lage zum “Ausspähen von pri­vat­en Com­put­ern” durch­set­zen. Angenom­men eine solche Geset­zes­grund­lage würde geschaf­fen, der Krim­inelle würde statt eines sicheren Unix Betrieb­ssys­tems Win­dows auf dem Rech­n­er instal­liert haben und die tech­nis­chen Möglichkeit­en wür­den es zulassen einen Tro­jan­er unbe­merkt auf die Fest­plat­te einzuschleusen was wür­den das BKA ver­mut­lich finden?


Ich weiß nicht was Schäu­ble denkt zu find­en, ver­mut­lich aber wäre die Aus­beute eine leere Festplatte.


Der­weil ver­sucht der Innen­min­is­ter in einem Inter­view der taz von der Notwendigkeit ein­er online-Durch­suchung zu überzeu­gen. Auf die Frage des taz- Radak­teurs, ob er nicht sel­ber Angst vor Spi­onage­soft­ware habe antwortete der Mann, der vom Waf­fen­lob­by­is­ten Karl-Heinz Schreiber 1994 eine „Spende“ über 100.000 Mark erhal­ten hat, „Nein, ich öffne grund­sät­zlich keine Anhänge von E‑Mails, die ich nicht genau ein­schätzen kann. Außer­dem bin ich anständig, mir muss das BKA keine Tro­jan­er schicken.“

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