Das Netz vergisst nicht

Der europäis­che Gericht­shof hat entsch­ieden: Die Such­mas­chine Google soll auf Wun­sch von Betrof­fe­nen bes­timmte Inhalte nicht mehr anzeigen. So weit, so gut (gedacht).

Auch wenn einige Poli­tik­er jubeln und die Medi­en vom Vergessen im Netz schreiben; Vergessen ist noch lange nichts. Es geht ja nicht darum, kom­pro­mit­tierende Inhalte aus dem Netz zu löschen. Allein der Ver­weis auf Inhalte soll nicht mehr zugänglich sein. 

Heißt: Google wird verpflichtet, Links die auf die Inhalte ver­weisen zu ent­fer­nen. Die Inhalte sel­ber sind natür­lich noch im Netz zu find­en, wenn auch nicht so leicht. The­o­retisch ist es natür­lich möglich, sich ander­er Such­maschi­nen zu bedi­enen, wenn man bes­timmte Inhalte find­en will. 

Natür­lich ist es zu begrüßen, dass Jugend­sün­den eben nicht mehr 10 Jahre später für jeden abruf­bar sind. 

Die Kehr­seite: Das Netz lebt von Links und es dürfte span­nend wer­den, in wie weit die Recht­sprechung in Zukun­ft auch anderen Web­seit­en­be­treibern ver­bi­etet, auf Inhalte zu ver­linken. Denn was anstößig ist oder nicht, entschei­det nach diesem Urteil erst ein­mal der Nutzer. 

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