Ausnahmezustand WM

Fußball ist so eine Art Reli­gion, jeden­falls für die meis­ten Män­ner. Da schweigt man als Nicht Fan am besten stille. Mein Hin­weis an einen Kumpel aus Spanien, er solle das mal nicht so eng sehen mit Vor­runde und Auss­chei­den und so kam jeden­falls nicht gut an. Der näch­ste Ver­such mein­er Trost­mis­sion, der Hin­weis auf diese Aus­sage bei Twitter:

wurde eben­falls nicht als deeskalierende Inter­ven­tion anerkan­nt, son­dern im Gegen­teil: Es schien mir, als hätte ich gle­ich die Demarka­tion­slin­ie über­schrit­ten und Don Quixote bläst zum Angriff. 

Der SPIEGEL brachte am Mon­tag einen schö­nen Bericht und gle­ichzeit­ige Erk­lärung zum Phänomen Fußball und des damit ver­bun­de­nen explo­siv­en Hor­mon­gemischs bei Män­nern. „Fußball“, so der SPIEGEL, „lässt sich lesen als sport­ge­wor­dene Vari­ante der guten alten Stammes­fe­hde. Der Bolz­platz dient als Balz­platz. [..] Was wir heute in den Sta­di­en sehen, begann als Gele­gen­heit für Män­ner, ihre Fer­tigkeit­en für den Zweikampf, die Jagd und den Krieg zu perfektionieren.“ 

Na dann, auf in die Schlacht gegen Ghana. 

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