Digitales Museum

Dass unter der Adresse archive.org die bekan­nte Way­back Mas­chine zu find­en ist, die längst vergessene Web­seit­en spe­ichert, ist wohl hin­länglich bekannt. 

Denn, manch­mal wer­den dort– zum Lei­d­we­sen des Betreibers – längst vergessene Beiträge aus der Samm­lung abgerufen, die dem Seit­en­be­treiber vielle­icht nicht ger­ade schme­icheln. Weniger bekan­nt ist, dass dort nicht nur Web­seit­en auf den Servern lagern.

In der riesi­gen Samm­lung, die im let­zten Jahr bere­its die unvorstell­bare Größe von 18.5 PetaBytes erre­icht hat, sind Momen­tauf­nah­men von Fil­men, Fernse­hen, Bildern, Tonauf­nah­men, ja ganze Konz­ert­mitschnitte gespeichert. 

Alle Auf­nah­men ste­hen dort zur freien Ver­fü­gung bereit. 

Kurios­es und Einzi­gar­tiges haben die Betreiber dort zusam­mengestellt. So sind his­torische Auf­nah­men dort eben­so vertreten, wie bedeut­same Fotografien und Gemälde. Einige Media-Play­er bedi­enen sich inzwis­chen sog­ar des Archives, um online archivierte Musik­stücke bere­it zu stellen und bei Bedarf abzurufen. 

Ganze Konz­erte von Great­ful Dead kön­nen zur kosten­freien Nutzung abzu­rufen wer­den. Fre­unde des Blues kön­nen unter mehr als 8000 Stück­en wählen.

Wer indes meint, Pornografie wäre eine Erfind­ung der Neuzeit, der kann ja mal hier guck­en, etliche Striptease Film­chen beweisen, dass bere­its ab den Dreißiger Jahren nack­te Tat­sachen beliebt waren, wenn auch meist recht harmlos. 

Die unrühm­liche Ver­gan­gen­heit Deutsch­lands ist dort als Aufze­ich­nun­gen einiger Reden Adolf Hitlers eben­so archiviert, wie pri­vate, eher belan­glose Film­chen, die die Lebens­ge­fährtin Hitlers, Eva Braun in den Jahren 1940 – 1945 aufgenom­men hat, erstaunlicher­weise bere­its in Farbe.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert