Tierisches

Und dann war da noch der Mann, der die Ret­tung eines komatösen Wellen­sit­tich als Recht­fer­ti­gung für eine erhe­bliche Geschwindigkeit­sübertre­tung im Sinne des Not­standes vorhielt.

Der Schnell­fahrer bestritt mit­nicht­en die über­höhte Geschwindigkeit, war jedoch nicht bere­it, eine Geld­buße zu akzep­tieren, da er sein­er Mei­n­ung nach im Not­stand nach §16 Ordungswidrigkeits­ge­setz gehan­delt hatte. 

Das sah das OLG Düs­sel­dorf anders; es fol­gte der Entschei­dung der Vorin­stanz und wies die Beschw­erde mit der Begrün­dung zurück, dass das Inter­esse an der Sicher­heit für Leib und Leben von Men­schen (hier im Straßen­verkehr) höher zu bew­erten sei, als die Ret­tung eines ohn­mächti­gen Wellensittichs.
[OLG 2 Ss (OWi) 97/90 — (OWi) 30/90 II]

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