Klingonisch als Amtssprache

Klin­go­nis­ches Wappen

Lange hat man an der Entschei­dung gerun­gen, jet­zt ist es soweit. Die Bun­desregierung hat ver­fügt, dass ab dem Jahr 2025 eine neue Amtssprache einge­führt wer­den soll. Der Hin­ter­grund ist, dass immer weniger Bürg­erin­nen und Bürg­er die deutsche Sprache ver­ste­hen, lesen oder schreiben kön­nen. Inzwis­chen wer­den amtliche Mit­teilun­gen neben der offiziellen Vari­ante sog­ar in “leichter Sprache” auf­bere­it­et. Auch der zunehmende Ein­fluss von Anglizis­men stellt einige Mit­men­schen vor große Herausforderungen.

Wenn der Direc­tor of Human Resources ein Get-togeth­er der High-Per­former anset­zt, um die näch­sten Mile­stones festzule­gen, mag das für einige nor­male All­t­agssprache sein, die wenig­sten allerd­ings wer­den irgen­det­was von dem Kaud­er­welsch verstehen. 

Die poli­tisch kor­rek­te Ver­wen­dung des richti­gen Artikels in Verbindung mit dem Sub­stan­tiv ist eine weit­ere Hürde, die die deutsche Sprache nicht ein­fach­er macht. Let­z­tendlich muss fest­gestellt wer­den, dass die Grund­lage unser­er Sprache nicht mehr für alle funk­tion­iert. Die Haup­tauf­gabe der Kom­mu­nika­tion, der Aus­tausch der Infor­ma­tio­nen, ist somit bere­its deut­lich gestört, man ver­ste­ht den anderen schlichtweg nicht mehr. 

Aus diesem Grund fordert ein Gremi­um von Kom­mu­nika­tion­swis­senschaftlern schon lange eine ein­heitliche Sprache, die jed­er ver­ste­hen kann. Eine neue Amtssprache soll dabei so effek­tiv wie ein­fach sein. 

Eine Sprache, dass sich nur auf Ver­ben und Sub­stan­tive und damit auf das Wesentliche konzen­tri­ert, kön­nte der Kom­mu­nika­tion untere­inan­der behil­flich sein und — im wahrsten Sinne des Wortes — zu einem neuen Ver­ständ­nis führen. In der Abwä­gung ver­schieden­er Sprachen kommt man sehr schnell auf die klin­go­nis­che Sprache.

Die klin­go­nis­che Sprache ist sehr stark mit einem Baukas­ten­sys­tem zu ver­gle­ichen. Sätze wer­den aus vie­len Einzel­teilen in ein­er (fast immer) unverän­der­baren vorgegebe­nen Rei­hen­folge zusam­menge­set­zt. Das Klin­go­nis­che ken­nt wed­er Kon­ju­ga­tion noch Dek­li­na­tion. Es gibt auch keine ver­schiede­nen Zeit­for­men und keine Artikel. [wikipedia]

Vor allem aber auch die Vere­in­fachung kom­plex­er Sachver­halte auf ein oder zwei Wörter könne zu einem nach­halti­gen Ver­ständ­nis der Bürg­er in Deutsch­land führen. Zeitraubende Höflichkeits­floskeln kön­nten ent­fall­en. Klin­go­nen begrüßen sich beispiel­sweise mit dem Aus­druck: „nuqneH“, was so viel heißt wie: “Was willst Du?“

Eine neue Amtssprache wie Klin­go­nisch würde alle Kri­te­rien erfüllen, die ein besseres Ver­ständ­nis der Bürg­erin­nen und Bürg­er untere­inan­der, mit Ämtern und Poli­tik­ern verbessern kön­nte. Qapla!

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