Wahr und Unwahr

Wahr ist, dass der dem im zweit­en Weltkrieg für die Ermor­dung etlich­er Dis­si­den­ten ver­ant­wortliche Stepan Ban­dera zugeneigte „Repräsen­tant eines ernst zu nehmenden Staates ersichtlich ungeeigneter Moralpöbler“¹, Andrij Mel­nyk, den ver­stor­be­nen Faschis­ten Ban­dera im Jahr 2015 mit Blu­men am Grab ehrte.

Unwahr ist, dass ab sofort alle Botschafter mit einem Faible für Autokratie und Massen­er­schießun­gen einen Ehrenkranz für ver­stor­bene Nation­al­sozial­is­ten in der Bun­desre­pub­lik nieder­legen dürfen. 

Wahr ist, dass Friedrich Merz den Deutschen erk­lärt, dass ihr Wohl­stand vor­erst vor­bei sei. 

Unwahr ist, dass der Oppo­si­tions­führer und CDU-Chef als sicht­baren Beweis dafür eines sein­er Flugzeuge verkaufen will.

Wahr ist, dass die Vertei­di­gungsmin­is­terin Chris­tine Lam­brecht in guter Tra­di­tion unfähiger Vertei­di­gungsmin­is­ter und — min­is­terin­nen steht. 

Unwahr ist, dass ihr Desin­ter­esse an dem Amt darauf zurück­zuführen ist, dass sie rund um die Uhr ihren erwach­se­nen Sohn beauf­sichti­gen muss.

¹ Thomas Fis­ch­er in Spiegel-online.

3 Comments Wahr und Unwahr

  1. Dr. Nerd

    Hal­lo Peter,
    als Frau Lam­brecht die Posi­tion als Vertei­di­gungsmin­is­terin über­nahm schwappte Ihr ja schon viel Gegen­wind entgegen.
    Ich bin nun nie­mand, der sich sofort vor den Wagen span­nen lässt um eine Sau durchs Dorf zu treiben und ver­suchte zu beruhi­gen: lasst die Frau doch erst mal die Truppe in Ruhe übernehmen — man hat Ihr ja eine ziem­lich des­o­late Armee mit jahrzehn­te­langer Mis­s­wirtschaft übergeben.
    Lei­der tat Frau Lam­brecht aber nun mal so gar nichts um sich in die The­matik einzuar­beit­en. Im Gegen­teil — jedes Fet­tnäpfchen was sich bot wurde genutzt, um mit den hochhack­i­gen dort reinzu­latschen. Ratschläge nicht befol­gt, Kom­mu­nika­tion mit Kol­le­gen qua­si nicht exis­tent. Diese Frau ist im höch­sten Maße beratungsre­sistent und deshalb für dieses Amt gefährlich für Deutsch­land — grade in der jet­zi­gen Situation!
    Wäre Sie bei mit angestellt hätte ich Ihr schon längst die erste Abmah­nung wegen Leis­tungsver­weigerung erteilt
    Ich bin auch ziem­lich sich­er, dass diese Frau nicht das reg­uläre Ende Ihrer Amt­szeit erlebt.
    Ich frage mich aber, wie jemand, der nun so gar keine Affinität zur Armee hat, diesen ver­ant­wor­tungsvollen Job bekommt? War da wieder Postengeschacher im Spiel?
    Aber auch der Rest unser­er Regierung ist ein absolutes Beispiel an Fehlbe­set­zun­gen. Einzig Frau Baer­bock und Herr Habeck machen (so wirkt es jeden­falls auf mich) einen guten Job — das sagt schon so einiges aus..
    Die Num­mer mit den schw­eren Waf­fen, die grade läuft, lässt mir da nur noch die Hände vor’s Gesicht schla­gen. Gibt es solche Absprachen in der NATO, dass die Waf­fen nicht geliefert wer­den? Wenn, dann muss man es direkt klipp und klar sagen und nicht monate­lang auf Zeit spielen..

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    1. (pelo)

      Hal­lo Peter,

      den Job als Vertei­di­gungsmin­is­ter will offen­bar nie­mand haben, Kramp-Kar­ren­bauer, von der Leyen und jet­zt Lam­brecht haben sich­er nicht schnell genug reagiert, als es um die Posten­verteilung ging, es blieb wohl nur das Verteidigungsressort 😉

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  2. Horst Schulte

    Diese Liste ließe sich ohne größere Mühen ver­längern. Jeden­falls schnup­pern die Schwarzen Mor­gen­luft. Merz scheint langsam in Tritt zu kom­men. Wenn ich “Post von Horn” lese, ist das (der let­zte Artikel) ein Indiz dafür, dass auch er die Unions-Krise über­wun­den glaubt und sich jet­zt wieder auf die wesentlichen Dinge konzen­tri­eren kann, näm­lich die SPD zur Sau zu machen. Dabei kommt die CDU konzep­tionell bish­er doch über­haupt nicht in die Puschen. Die Umfrageergeb­nisse stim­men die Kap­i­tal­is­ten im Land jeden­falls äußerst zuversichtlich.

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