Android sicher machen

Wer sich mit dem Sicher­heits­ge­dan­ken rund ums Smart­phone beschäf­tigt, lan­det schnell auf dem Blog von Mike Kuketz.

Kuketz ist Sicher­heits­exper­te und hat bereits vor drei Jah­ren eine Arti­kel­se­rie zum The­ma Your Pho­ne Your Date – Android ohne Goog­le veröffentlicht.

Da ich immer schon mal roo­ten woll­te und die Gewähr­leis­tung für mein Han­dy abge­lau­fen war, habe ich die­se Arti­kel­se­rie zum Anlass genom­men, mein Han­dy goo­gle­frei zu machen. 

Zunächst ist das ein lan­ger und müh­sa­mer Weg mit vie­len Rück­schlä­gen, der Weg und vor allem das Ziel loh­nen die Mühe.

Inter­es­sant war für mich – und das ist nur eine Bestä­ti­gung mei­nes Tuns – wie Goog­le immer wie­der ver­sucht auf das Smart­phone zu gelan­gen, um ent­spre­chend Daten abzu­grei­fen. Ich habe beob­ach­tet, dass über ver­schie­de­nen Goog­le Apps meh­re­re hun­dert Mal eine Ver­bin­dung vom Smart­phone zum Ser­ver auf­ge­baut wor­den ist und das sicher nicht immer zu Updatezwecken. 

Ich will Goog­le nicht ver­teu­feln; die Diens­te der Num­mer eins im Inter­net und auf dem Smart­phone sind mone­tär gese­hen kos­ten­los und funk­tio­nie­ren her­vor­ra­gend. Die Preis dafür wird von den Daten­händ­lern in Bits und Bytes gemessen.

Zwei Din­ge habe ich im Vor­feld fest­stel­len kön­nen: Die Bequem­lich­keit obsiegt in vie­len Fäl­len über den Sicher­heits­ge­dan­ken und zwei­tens: Auch wenn Goog­le sich den Anschein von unend­li­cher Men­schen­freund­lich­keit gibt, per­sön­li­che Daten greift der Android-Ent­wick­ler und Inter­net­gi­gant trotz­dem zur wei­te­ren Ver­wer­tung ab. Selbst dann, wenn das in den Goog­le eige­nen Ein­stel­lun­gen restrik­tiv unter­bun­den wird. 

Vor­ab sei gesagt: Das Pro­jekt funk­tio­niert nicht (zumin­dest nach mei­ner Erfah­rung) mit dem Betriebs­sys­tem, das ab Werk instal­liert ist. (Stock-Rom) Not­wen­dig ist eine soge­nann­te Cus­tom-Rom, also eine modi­fi­zier­te Ver­si­on des Goog­le-Betriebs­sys­tems Android ohne Goog­le-Apps. Man muss sich also auch mit dem Fla­shen einer Cus­tom-Rom beschäftigen. 

Per­sön­lich habe ich mich für die Cus­tom-Rom Line­age­OS 14.1 ent­schie­den. Vor­teil einer offi­zi­el­len Dis­tri­bu­ti­on ist, dass die monat­li­chen Android-Sicher­heits­patches zeit­nah zum Update bereit­ste­hen. Somit kön­nen auch älte­re Smart­phones, die vom Her­stel­ler nicht mehr upge­da­tet wer­den pro­fi­tie­ren; oft­mals sogar von einer neue­ren Android-Version. 

Obschon es an der ein oder ande­ren Stel­le viel­leicht noch hakt, kann ich jetzt schon fest­stel­len: Mein Smart­phone ist der­zeit nicht nur Goog­le – und Anbie­ter­frei (Sam­sung und Co. sau­gen selbst­ver­ständ­lich auch noch ein­mal reich­lich Daten), das Akku hält auf­grund der noch weni­gen zuge­las­se­nen Ver­bin­dun­gen auch län­ger und das Smart­phone ist schnel­ler geworden. 

Für Tech­nik­be­geis­ter­te lohnt der Blick auf Mike Kuketz Blog auf jeden Fall – viel­leicht ist die doch rela­tiv radi­ka­le Lösung vom Han­dy ohne Goog­le inter­es­sant genug, sie auszuprobieren. 

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