Bundestrojaner III

Man kann nicht behaupten, die Bundesregierung hätte keinen Humor. Nachdem zugegeben werden musste, dass auf zahlreichen Regierungscomputern monatelang Spionageprogramme installiert waren, die “sensible Informationen ins vermutlich chinesische Ausland weiterleiteten und Datenbestände unbemerkt veränderten”, beantwortet das Bundesinnenministerium die Anfrage der SPD zur geplanten Online-Durchsuchung in einem Fragenkatalog.


Auszug:
Wer berät sachverständig die Sicherheitsbehörden und das BMI bei der Konfiguration von Online Durchsuchungen?
Antwort des BMI: Die Sicherheitsbehörden und das Bundesministerium des Innern verfügten grundsätzlich über genügenden Sachverstand.


Die Anfragen als PDF-Download:
[externer Link: netzpolitik.org] BMI Antworten zu Fragen der Online Durchsuchung an das BMJ
BMI Antworten zu Fragen der Online Durchsuchung an die SPD

Bundesstoiber

Liebe Mitglieder der Bundesdings, Versammlungsdings, ……äh Bundesversammlung,

ich freue mich natürlich, sehr, dass ich äh von Ihnen zum Minister äh, Bundespräsidenten, sozusagen weggeschlagen, äh, vorgeschlagen bin. Meine Frau Katrin..Karin, freut sich auch, weil ich äh, dann nicht mehr im Garten ein paar Dings, Blumen hinrichte, äh herreiche, herichte, soakra, und sie die Gartenarbeit und äh, das alles wieder alleine mit dem Gärtner, also sie macht das dann wieder mit dem Gärtner.

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Online Schnüffeleien nicht online?

…oder Ente im Sommerloch?
Wie die Welt erfahren haben will, soll die umstrittene Online Duchsuchung technisch nun doch nicht mittels eines Trojaners umgesetzt werden.

Die Durchsuchung von PC soll nicht mit einem sogenannten Trojaner durchgeführt werden, sondern mit dem Eindringen in die Wohnung der Verdächtigen. Dabei soll auf deren Computern durch das Bundeskriminalamt (BKA) eine Schnüffelsoftware installiert werden. Das berichtet das Magazin “Chip” unter Berufung auf BKA-Präsident Jörg Ziercke, den IT-Chef der Behörde sowie den nicht genannten Hersteller der Software.

Hai in der Themse

Das Sommerloch hat die Journaille fest im Griff, was uns so erwarteten könnte, hier einige Schlagzeilenvorschläge:


Seehofers Geliebte packt aus – „Horst wollte immer nur spielen“


Sigmar Gabriel besichtigt AKW in Springfield


Vom Dackel der Schwiegermutter entmannt


Wachmann aß Hund Chappi weg – entlassen


Herzschrittmacher in Brust exlodiert


Kartoffeln teurer – Pommes kürzer

Urlaub

Wenn der SPIEGEL mit dem Dalai Lama titelt, das öffentlich Rechtliche Fernsehen zur besten Sendezeit auf allen drei Kanälen über die Dopingaffäre berichtet und die Bild-Zeitung mit Harry Potter auf der Seite eins aufmacht, dann ist die berühmte Sauregurkenzeit endlich da. Und mein Urlaub auch.

Oh Alice

Als seinerzeit die F.A.Z. beim Herausgeber des Nachrichtenmagazins SPIEGEL nachfragte, ob er gewillt sei bei der hauseigenen Werbeaktion „Dahinter steckt immer ein kluger Kopf“ mitzuwirken, soll Augstein geantwortet haben, dass er selber entscheide ob er ein kluger Kopf sei. Alice Schwarzer scheint da weniger Bedenken zu haben. Warum die Jeanne d’Arc der Frauenbewegung sich als Werbeträger ausgerechnet der Bild-Zeitung zur Verfügung stellt, einem Blatt also, dass unter anderem mit barbusigen Damen auf der Titelseite wirbt, scheint das private Geheimnis Frau Schwarzers zu sein. Die Erklärung auf ihrer Internetseite jedenfalls bringt auch nicht so recht Licht in die Gedankenwelt der radikalen Feministin.


via Stefan Niggemeier