Künstliche Intelligenz

Offen­sichtlich ist heutzu­tage nicht mehr der Motor das Wichtig­ste in einem Auto, son­dern der Com­put­er. Der Wagen ächzt und jault beim Anlassen und die kalten Sauer­län­der Win­ter sind nicht ger­ade dazu angedacht, eine alterss­chwache Bat­terie dazu zu bewe­gen, ihren Dienst zu tun. Einge­denk der Tat­sache, dass ich bere­its ein halbes Ver­mö­gen in das Auto gesteckt habe, kommt es auf eine Bat­terie nun wohl auch nicht mehr an, denke ich und beschließe, beim Teile­händler meines Ver­trauens eine neue Stromquelle zu erwer­ben. Der belehrt mich erst ein­mal, dass eine Bat­terie nicht ein­fach auszu­tauschen sei, schon gar nicht von einem Laien. Beim Wort Laien zucke ich kurz zusam­men, hat doch die für­sor­gliche Pflege und die zahlre­ichen Unter­hal­tun­gen bei noch zahlre­icheren Repara­turen mein Auto betr­e­f­fend, dafür gesorgt, dass ich umfan­gre­ich­es Wis­sen über Fahrzeuge ansam­meln kon­nte; sog­ar meine Diag­nosen tre­f­fen oft ins Schwarze. Ich bin sozusagen der Dr. House des Automobils. 

Die Antwort lässt mich also ein wenig belei­digt zurück, auch deshalb, weil man für den Aus­bau ein­er Bat­terie sich­er kein Rake­ten­tech­niker sein muss. Muss man nicht, klärt mich der Fach­mann auf, man müsse nur ein Lap­top mit der speziellen Soft­ware für das Auto haben, um die neue Bat­terie entsprechend am Steuerg­erät anzumelden. Wenn man Pech habe, so der Mann, will das Auto vier Stun­den in Ruhe gelassen wer­den, damit sich das Steuerg­erät zurück­set­zt und anschließend die Bat­terie selb­st­ständig erkennt. 

Und annimmt, fre­und­schaftlich wahrschein­lich, sin­niere ich kurz über die offen­bar zunehmende kün­stliche Intel­li­genz von Autos. Mir macht das ja inzwis­chen Sorge; wenn Dinge der­maßen vor Intel­li­genz strotzen, dass die meine nicht mehr aus­re­icht, um sie zu reparieren. 

Geschenke

Arthur Schopen­hauer als junger Mann, porträtiert 1815 von Lud­wig Sigis­mund Ruhl © gemeinfrei

Obacht bei Werken von Schopen­hauer. Der Philosoph des 19. Jahrhun­derts war ein aus­ge­sproch­en­er Frauen­has­s­er. Min­destens zu Grat­u­la­tio­nen ist Vor­sicht ange­sagt, so denn Schopen­hauer zitiert oder als Buch ver­schenkt wird. 

Mrs. L jeden­falls war not amused über ein Büch­lein der Schriften­rei­he Schopen­hauers, dessen philosophis­che Ten­denz und Posi­tion die Wirk­lichkeit durch Erken­nt­nis und Denken zum Grund­satz sein­er Lehre macht. 

Ich hat­te Schopen­hauer in Erin­nerung als jeman­den, der sich leicht abfäl­lig über Frauen äußerte, anson­sten aber im Sinne Immanuel Kants ein Freigeist und großer Denker war. Unzweifel­haft ist die kurze Abhand­lung Schopen­hauers zu Schön­heit und Alter nicht dazu angedacht, zum Geburt­stag der eige­nen Frau zu grat­ulieren, das zumin­d­est sah Mrs. L genau so. 

Die zu liebende Frau – Schön­heit und Alter
Arthur Schopen­hauer

“Die ober­ste, unsere Wahl und Nei­gung lei­t­ende Rück­sicht ist das Alter. Im Ganzen lassen wir es gel­ten von den Jahren der ein­tre­tenden bis zu denen der aufhören­den Men­stru­a­tion, geben jedoch der Peri­ode vom achtzehn­ten bis achtundzwanzig­sten Jahre entsch­ieden den Vorzug. Außer­halb jen­er Jahre hinge­gen kann kein Weib uns reizen: Ein altes, d.h. nicht mehr men­stru­iertes Weib erregt unsere Abscheu. Jugend ohne Schön­heit hat immer noch Reiz; Schön­heit ohne Jugend keinen.”

Wagners Änne


In mein­er Kinder — und Jugendzeit gab es in meinem Dorf einen Haushaltswaren­laden. Die Besitzerin, eine betagte Dame, in mein­er Erin­nerung weit über die Siebzig, hieß Wag­n­ers Änne. Die Dame ruhte in den weniger fre­quen­tierten Zeit­en auf einem Sofa im Wohn­bere­ich des Ladens, der sich an die Laden­zeile anschloss. Oft­mals ver­gaß die Ladenbe­sitzerin ihr Geschäft abzuschließen und so kon­nte man auch noch am späten Abend Schrauben oder Brief­marken erwer­ben. In diesem Laden gab es alles rund um den Haushalt. Was es dort nicht gab, brauchte man schlichtweg nicht. 

In Kinderta­gen wurde hier das Taschen­geld in Spielzeug umge­set­zt, es gab alles rund um das Fahrrad, Haushalt­sar­tikel, Postkarten, Ein­machgum­mis und noch vieles mehr, was dieser Laden in den schi­er unendlichen Lager neben Wohn­stube und Laden­zeile beherbergte. Ich erin­nere mich, an einem Sam­sta­gnach­mit­tag bei mein­er Mut­ter einen Kaminofen instal­liert zu haben, bei dem freilich die Ofen­rohre fehlten. 

Damals gab es noch keine Baumärk­te in der Nähe und Sam­stags waren die Geschäfte eben­so geschlossen, wie Mittwochsnach­mit­tags. Die einzig verbleibende Möglichkeit, zumal an einem Sam­sta­gnachmt­tag, war Wag­n­ers Änne. 

Und tat­säch­lich, die alte Dame hat­te vergessen die Tür abzuschließen. 

Nach einem Pal­im Pal­im an der Laden­tür und mehrfachen Rufen schlurfte Wag­n­ers Änne aus ihrem Wohn­bere­ich in Rich­tung Laden. Ich entschuldigte mich mehrfach und berichtete von meinem Mal­heur der vergesse­nen Ofen­rohre. Sie wies mich mit einem kurzen Nick­en an, hin­ten im Lager das was ich brauchte zusam­men zu suchen. Mit einem kurzen: “Schreib’ auf, was Du mit nimmst und leg mir den Zettel auf die Theke,“ ließ sich die Köni­gin der Haushaltswaren nicht weit­er von ihrem Sam­stagsnach­mit­tagss­chläfchen abhalten. 

Vor ein paar Jahren, mit über neun­zig Jahren woll­ten ihre Beine nicht mehr und Wag­n­ers Änne legte sich zu ewigen Ruhe. 

Heute gibt es Ama­zon. Da gibt es auch alles. Anschreiben lassen kann man dort nicht. 

Protestkleidung im Alter, oder – Männer haben’s auch nicht leicht

Es mag am Alter liegen, aber ich bin jemand, der kon­se­quenter Weise auf Beerdi­gun­gen einen schwarzen Anzug trägt. Das scheint umso ver­wun­der­lich­er, da heutzu­tage offen­sichtlich kaum noch jemand einen schwarzen Anzug zu Beerdi­gun­gen trägt. Ich meine, einen Anzug sollte man[n] spätestens ab dem dreißig­sten Geburt­stag im Schrank haben. Obschon ich mich darüber wun­dere, was Män­ner im fort­geschrit­te­nen Alter anscheinend so alles im Klei­der­schrank haben. 

Gut, Män­ner haben offen­bar ein anderes Ver­ständ­nis für ihren Kör­p­er, den­noch — wer nicht ger­ade zwei Stun­den täglich Sport treibt, wird fest­stellen, dass sich die Kör­per­form im Alter nicht eben zum Pos­i­tiv­en verän­dert. Das ist so unab­d­ing­bar wie Haare an Stellen im Alter, wo sie nicht gebraucht werden. 

Protestk­lei­dung im Alter a la zer­ris­sene Jeans und haut­enge Pullover jeden­falls zeugt von ein­er Geschmacksverir­rung, die sich auch mit dem gefühlten jün­geren Ich nicht kom­pen­sieren lässt. 

Ein mit­te­lal­ter Mann mit Bauchansatz und Storchen­beinen in zer­ris­se­nen Skin­ny Jeans und haut­engem Pullover sieht jedoch im besten Fall unvorteil­haft aus. 

Das müsst ihr nicht tun, Män­ner. Dafür wur­den Anzüge erfun­den. Selb­st der schw­ergewichtige ver­stor­bene Bun­deskan­zler Kohl sah im Anzug noch halb­wegs vorzeig­bar aus. 

Wenig­stens die Beerdi­gung wäre eine gute Gele­gen­heit sich stil­sich­er zu kleiden. 

Mission: Impossible

Mrs. L ist entset­zt. Das Auto, das uns fün­fzehn Jahre lang begleit­et hat, kommt nicht mehr durch den TÜV. Der Werk­stattmeis­ter wiegt den Kopf und murmelt etwas von erhe­blichen Reparaturkosten. Der Fach­mann merkt sel­ber vor­sichtig an, dass ein Auto mit einem Kilo­me­ter­stand, der ein­er fünf­ma­li­gen Umrun­dung der Welt entspricht und einem Alter von fast zwanzig Jahren im Leben­szyk­lus in der Regel das Ende erre­icht hätte. 

Dem Ein­wand von Mrs. L, sie hätte sich so an das Auto gewöh­nt, ste­ht dem Argu­ment weit­er zu erwartender Repara­turen entgegen. 

Mein iro­nis­ch­er Ein­wand, heutzu­tage hät­ten Autos sog­ar Anschnall­gurte wird von Mrs. L mit ver­nich­t­en­dem Blick quit­tiert. Damit nicht genug, werde ich nach stun­den­langer Überzeu­gungsar­beit zugun­sten eines neuen Autos damit beauf­tragt, eben­solch­es zu besorgen. 

So ganz ein­fach ist das nicht, denn Mrs. L nen­nt eine Preis­gren­ze in Höhe eines rumänis­chen Klein­wa­gens für einen gewün­scht­en Jahreswa­gen mit gehoben­er Ausstat­tung und nicht zu ver­han­del­n­dem Vorhan­den­sein ein­er Rad­mulde für das Ersatzrad, die es seit Jahren bei den meis­ten Autos nicht mehr gibt.

Tat­säch­lich finde ich das gle­iche Mod­ell des alten Autos als Jahreswa­gen mit gewün­schtem Interieur und Rad­mulde („Wozu brauchen Sie die denn? Reifen gehen heutzu­tage nicht mehr kaputt.“), freilich nicht in dem Preis­ge­füge den Mrs.L vorgegeben hat­te, dafür stimmt alles andere. 

Der Autoverkäuferin hinge­gen fehlt offen­sichtlich das psy­chol­o­gis­che (Ver)Handlungsgeschick. Anstatt die Lan­glebigkeit des Autos von Mrs. L zu loben, schließlich will sie das gle­iche Mod­ell wieder erwer­ben, ist für die Inzahlung­nahme des Altve­hikels von Schrot­tkarre und nichts mehr wert die Rede.

Mrs. L ist empört und ver­lässt augen­blick­lich den Laden mit dem deut­lich zu vernehmenden Hinweis:“Bei dem Strick­stock kaufe ich gar nichts, da fehlt’s ja am wesentlich­sten, übri­gens auch an Figur.“ 

Geburtstag

Das jüng­ste Net­zkind hat Geburt­stag, vor fünf Jahren begossen wir die Geburt nach alter Väter Sitte, was in dem Fall mit jed­er Menge hoch­prozentigem Gebräu zu tun hat­te und mir einen Heim­gang mit der Nase nah dem Bürg­er­steig bescherte. Wer dachte, man könne Wod­ka nicht aus Wasser­gläsern ähn­lich dem Schützen­fest­bier kip­pen, der irrt. 

Jeden­falls hat das Besäuf­nis im Ver­wandtenkreis und der tausend­mal im Rausch geäußerten Wün­sche für die Zukun­ft dem Kind nicht geschadet. Im Gegen­teil. Es über­rascht mit ein­er Aus­druck­sweise, die für ihr Alter ihres­gle­ichen sucht. Bei Ein­ladung zu ihrem Geburt­stag merk­te ich murmel­nd an, dass ich einen Ter­min hätte. Das jüng­ste Net­zkind hat allerd­ings gute Ohren und strafte mich mit einem Blick und einem Satz, der mich sofort alle weit­eren Ter­mine für den Tag absagen ließ. Mit Blick von oben, soweit das möglich ist, ließ sie ihren Großonkel wis­sen: „Dann kommst du also nicht zum meinem Geburt­stag? Na, du musst ja wis­sen, was du tust.“

Gespräch an der Tankstelle

A: “Gut, dass es hier drin­nen kli­ma­tisiert ist, ist ja unerträglich heute. Wenn das mit dem Kli­mawan­del und den Som­mern so weit­erge­ht, haben wir in Deutsch­land langsam ein Problem.”

B: “Sind Sie etwa auch so ein Kli­maspin­ner? Ich will Ihnen mal etwas sagen, es ist ein­fach ein wun­der­schön­er, langer Som­mer, nicht mehr.”

Just in diesem Augen­blick ertönt aus dem Radio die Wet­ter­vorher­sage: Heute ist es mit 28 Grad recht angenehm. Die Hitzewelle kehrt allerd­ings in der näch­sten Woche zurück und erre­icht an eini­gen Orten bis zu 38 Grad. Gehen Sie nicht in der heißesten Zeit nach draußen.

A: “Schön­er warmer Som­mer, nicht wahr?”

Das Messer

Wer mit dem Flugzeug an den bevorzugten Urlaub­sort fliegt, weiß, dass die Kon­trollen und Sicher­heits­bes­tim­mungen seit ein paar Jahren erhe­blich ver­schärft wor­den sind. Ms. L und mir war das bekan­nt und so haben wir bei­de am Abend vor dem Abflug sämtliche Taschen umgekrem­pelt, um etwaige Ver­stöße beim Sicher­heitscheck am Flug­platz zu vermeiden.

Feuerzeuge, Stre­ich­hölz­er, Par­füm­flaschen mit Inhalt sind ver­boten. Natür­lich auch Waf­fen jeglich­er Art, dazu zählen auch Taschen­mess­er. Reinen Gewis­sens übergeben wir uns und unser Gepäck am Flughafen der Secu­ri­ty, die uns nach Ganzkör­per­scan und nochma­ligem Abtas­ten passieren lässt. Alles in Ord­nung – fast jeden­falls. Am Ende des Trans­port­bands für das Bor­dgepäck angekom­men, sehe ich nach dem Ver­schwinden des Ruck­sacks von Ms. L durch die Rönt­gen­schleuse, hek­tis­che Hand­be­we­gun­gen und das Zeigen auf den Monitor. 

Offen­sichtlich stimmte etwas mit unserem Gepäck nicht. Er müsse den Ruck­sack durch­suchen, der Scan­ner zeige einen länglichen Gegen­stand an den er nicht zuord­nen könne, teilt mir der Sicher­heits­mann mit. Ms. L und ich nick­en zus­tim­mend. Nach einigem Suchen, nochma­ligem Rönt­gen und wieder­holtem Durch­suchen des Ruck­sacks find­et der Mann unter dem Boden ein Mess­er aus alten Armeebestän­den, dass ich Ms. L sein­erzeit geschenkt hat­te. Die zeigt sich sogle­ich erfreut über den Fund des ver­meintlichen Ver­lustes. Das Sicher­heitsper­son­al ist weniger erfreut und teilt Ms. L und mir mit, dass der Tatbe­stand des Schmuggelns von Messern, ger­ade dieses Messers, ein Fall für die Bun­de­spolizei wäre, denen man den Fall jet­zt übergeben müsse. Ms. L ist ins­beson­dere empört, sich als Fall am Flug­platz beze­ich­nen lassen zu müssen. 

Lei­der haben die Bun­de­spolizis­ten an einem Flughafen wenig Ver­ständ­nis für ein ver­legtes Mess­er. Mir wird aufge­tra­gen am Tatort zu warten, während Ms. L zur Pro­tokol­lauf­nahme gebeten wird. Meine Bemerkung über fehlende Hand­schellen bei Rück­kehr, kon­tert Ms. L mit einem Blick, den man auch ohne Mess­er als ein­schnei­dend beze­ich­nen könnte. 

Brauchtumspflege

Das Schützen­fest ist für den Sauer­län­der das, was für den Köl­ner der Karneval ist. Bei­des ist unauswe­ich­lich, es sei denn man führe an den heilig­sten Tagen min­destens vierzehn Tage in den Urlaub oder stirbt. Wobei, im Sauer­land ist auch beim Tod die Schützen­brud­er­schaft dabei und wenn’s die Pietät beispiel­sweise auf­grund des hohen Alters des Ver­stor­be­nen hergibt, wird im Anschluss noch ein­er genommen. 

Sehr zum Lei­d­we­sen von Ms. L ver­suche ich mich regelmäßig von der Brauch­tum­spflege zurück­zuziehen. Ms.L und das Net­zkind hinge­gen feiern das Schützen­fest so, wie es sich für den Sauer­län­der gehört. Von mor­gens bis nachts, ohne Rück­sicht auf die zunehmende Hydrierung 

In diesem Jahr kam hil­fre­ich hinzu ein Sturzre­gen, der unseren Keller zu über­fluten dro­hte. Grund genug, mein­er Verpflich­tung nachzuge­hen, auf Haus und Hof aufzu­passen und die Schützen­festpflicht in der Pri­or­itäten­liste unter­halb der Notwendigkeit ein­er Wasser­pumpak­tion im Keller zu stellen. 

Wenn allerd­ings der Nach­bar Schützenkönig wer­den sollte, hil­ft keine Ausrede und kein Wassere­in­bruch mehr.

Ms. L über­raschte mich mit hochgekrem­pel­ten Hosen­beinen ste­hend im Gewäss­er, einem Storch nicht unähn­lich und ein­er Pumpe hantierend, mit der Auf­forderung mich an die Front zu begeben

Wider­stand ist in diesem Falle zweck­los, es sei denn, man möchte die Stre­itkul­tur im Sauer­land antesten. 

Um nun den­noch rel­a­tiv unbeschadet ein Schützen­fest zu über­ste­hen gibt es allerd­ings einen Trick: 

Ein­fach das dreißig­ste Glas Bier ste­hen lassen. 

Autokauf undemokratisch

Das Net­zkind wird mobil. Ein eigenes Auto ste­ht ins Haus. Das Net­zkind hat allerd­ings die auto­mo­bilen Gene vom Vater geerbt und so ste­ht Hip-Fak­tor gegen Vernunft.

Mrs. L rät zu einem Kle­inst­wa­gen, der Nach­wuchs liebäugelt mit einem Dodge Ram und ich ver­suche, freilich eher den ver­nun­fts­be­zo­ge­nen Argu­menten Mrs. L fol­gend, einen bezahlbaren Kom­pro­miss zu finden. 

Im Netz finde ich einen Hin­weis auf ein Auto­haus, das gewün­scht­es KFZ zu über­raschen­dem Preis offeriert; offen­sichtlich ver­sucht das Auto­haus Väter auf der Suche nach Bezahlbarem, Unbezahlbares schmack­haft zu machen. 

Jeden­falls zeigt das Ein­gangsvideo auf der Seite her­rlich unzeit­gemäß, einen Whisky trink­enden Verkäufer an der Bar philoso­phierend in ein­er Autoland­schaft in Glas, Holz und Lederambiente.

Mrs. L entschei­det kurz­er­hand und völ­lig undemokratisch, das Auto­haus von der Liste möglich­er Einkaufs­be­mühun­gen zu streichen. 

Die im Video auf­tauchende früh­ling­shaft bek­lei­dete Dame und der hubraum­starke Pick-up hät­ten zu viel Ver­führungspoten­zial. Erstere für mich — let­zteres für’s Netzkind.