Briefe der Weltgeschichte IV

Die unvergessene Grace Kelly, die nach der Heirat mit Fürst Rainier von Monaco als Fürstin Gracia Patricia in die Geschichtsbücher eingehen sollte, war als Schauspielerin, neben Tippi Hedren, erste Wahl in den weiblichen Hauptrollen beim berühmten Alfred Hitchcock.

Kein Wunder, dass Hitch, (so wurde er von seinen Freunden genannt), sein neues Projekt mit dem Filmtitel „Marnie“, in der Hauptrolle mit Grace Kelly besetzen wollte. Der Zeitpunkt allerdings war denkbar ungünstig. In dem Jahr 1961 hatte das Fürstentum finanzielle Probleme, die Franzosen forderten eine Besteuerung der Unternehmen; General Charles de Gaulle brauchte Geld für den Algerienkrieg. Außerdem war das monegassische Volk der Ansicht, die Schauspielerei vertrage sich nicht mit den Pflichten einer Landesmutter. Schweren Herzens sagte Grace Kelly das Rollenangebot ab, um sich ganz den Aufgaben an der Seite des Fürsten zu widmen. Als Gracia Patricia von Monaco war sie bis zu ihren tragischen Unfalltod eine ebenso charmante wie erfolgreiche Fürstin.

Briefe der Weltgeschichte III

Es ist wohl schon ein paar Jahre her. Der Discounter Aldi hatte eine neue Teesorte eingeführt. Westminster Tee – schwarz. Theo Albrecht, Gründer des Aldi Nord, berühmt berüchtigt für seine Sparsamkeit, aber auch für seine Weitsicht und seinen Qualitätsanspruch war zu Gast bei seinem Freund Paul Falke, Gesellschafter des Sockenimperiums Falke in Schmallenberg.

Er hätte, so wird berichtet, eine neue Teesorte bei Aldi Nord eingeführt und wolle nun wissen, wie diese neue Teesorte beim Kunden ankäme. Er möchte nun Paul Falke bitten, nach Verköstigung des Tees, ihm, Karl Albrecht, seine Meinung ob des Geschmacks mitzuteilen.

In den nächsten Tagen würde Albrecht ihm eine Probe des neuen Tees mit der Bitte um seine Meinung zukommen zu lassen. Tatsächlich bekam Paul Falke in der nächsten Woche nicht etwa ein Päckchen mit dem neu eingeführten Tee bei Aldi, sondern ein Kuvert mit genau einem Teebeutel und freundlichen Grüßen von Herrn Albrecht.

Ob die Geschichte sich so zugetragen hat, ist nicht belegt, schön ist sie allemal. Ähnliches hat sich jedenfalls in den USA im Jahre 1964 zugetragen und ist zudem verifiziert.

Andy Warhol hatte im Jahre 1964 einer Tomatensuppe eines Discounters in den USA zu ungeahntem Ruhm verholfen, da er mittels Siebdruck die Suppenproduktpalette künstlerisch ins Licht der Welt gerückt hatte. Der damalige Marketingleiter war davon so begeistert, dass er Andy Warhol neben einem Dankesbrief noch einige Dosen Tomatensuppe zukommen ließ.

Aus: Letters of Note – Briefe, die die Welt bedeuten

Briefe der Weltgeschichte II

Dass das Verhältnis zwischen dem verstorbenen SPIEGEL Gründer Rudolf Augstein und des langjährigen CSU-Ministerpräsidenten Franz-Josef Strauß nicht das beste war, ist bekannt. Weitgehend der Öffentlichkeit verborgen blieben jedoch die Briefe, die sich die beiden Kontrahenten schrieben. Der SPIEGEL veröffentlichte zum 100. Geburtstag des Urgesteins der CSU einige Schriftstücke, die nicht frei sind von Humor und Ironie. So schreib Augstein im Juni 1969 an den erkrankten Strauß:

Briefe der Weltgeschichte

Im Jahr 1940 schrieb der 14-jährige Fidel Castro an den damaligen Präsidenten der USA, Franklin D. Roosevelt. Er brachte seine Freude zum Ausdruck, dass Roosevelt im Jahr 1940 ein weiteres Mal zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt worden war.

Ob Roosevelt dem jungen Castro tatsächlich einen 10-Dollar-Schein zugesendet hat, ist wohl eher unwahrscheinlich.