Vergangenheit zum Leben erwecken

Heinrich der VIII hat ja bekanntermaßen seinerzeit das Scheidungsrecht revolutioniert. Wenn ihm seine Ehefrauen zu langweilig wurden, hat er sie einfach einen Kopf kürzer gemacht. Dagegen konnte auch die katholische Kirche nichts haben, Ehescheidungen standen zwar auf dem Teufelsindex, wenn der König eine Hinrichtung aussprach, war das wohl so etwas wie ein Missgeschick für den Delinquenten.

Ganze sechs Ehen durchlief Heinrich, von denen zwei durch Annullierung beendet wurden, nämlich die der ersten Gemahlin Katharina von Aragon und die vierte Gattin Anna von Kleve.

Zwei weitere Ehefrauen, Anne Boleyn und Catharine Howard, ließ Heinrich kurzerhand hinrichten.

Jane Seymour starb mit nur 26 Jahren nach der Geburt des einzigen Sohnes Heinrich VIII. Die letzte Ehefrau in der langen Reihe schließlich, Catherine Parr überlebte ihren Ehemann, wenn auch nur für ein Jahr.

Heinrichs Frauen waren alle hübsch, so man das für die Zeit des 16 Jahrhunderts sagen kann. Die Grafikdesignerin Becca Saladin hat mittels Photoshop illustriert, wie wohl Heinrichs Gattinnen mit heutigen Frisuren, Make-Up und Kleidung aussehen würden. Herausgekommen ist ein sehenswertes Video.

Auf ihrer Instagram Seite @royalty_now präsentiert die Künstlerin noch mehr erstaunliche Verwandlungen.

Darwin Award 2020

Auch dieses Jahr wieder findet die Preisverleihung des Darwin Award im Internet statt.Zur Erinnerung: Der Darwin Award wird meist posthum an Menschen verliehen, die sich durch grenzenlose Dummheit aus dem Genpool verabschiedet haben. In diesem Jahr sind nominiert:

Der schießwütige Hausbesitzer aus dem US-Bundesstaat Main, der sich mit einer selbstgebastelten Selbstschussanlage an seiner Haustür höchsteigen erschoss.

Ebenfalls aus den USA, aus Montana, ist der Pilot eines Privatflugzeuges nominiert. Obschon ihm aufgefallen war, dass eine Leckage am Tank das Cockpit literweise mit Sprit flutete, setzte er den Flug nach einem Zwischenstopp und den dringenden Rat des dortigen Mechanikers, dies nicht zu tun, fort. Als er sich kurz nach dem Start anders entschied, drehte er um. Dabei verlor er die Kontrolle über das Flugzeug und endete aufgrund des ausgelaufenen Treibstoffs in einer Riesenexplosion.

Die dritte Nominierung wird an einen Überlebenden verliehen, jedoch erfüllt der Kandidat voraussichtlich das zweiten Kriteriums, weil aller Voraussicht nach das Skrotum ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen worden ist und sich der Kandidat so aus dem Genpool zurückgezogen hat:

Zwei Freunde in Österreich nutzen an Silvester die Pobacken des Einen zur Abschussrampe für eine Feuerwerksrakete. Der Auserwählte hat sich nach Polizeiangaben offenbar so erschrocken, dass er die Pobacken fest zusammenkniff; in Folge dessen konnte die Rakete nicht starten und ist im Bereich des Gesäßes explodiert.

Coronavirus

Interessant ist die offenbar rasante Verbreitung des Virus, aber nur in China. Die Seite gisanddata.maps.arcgis.com stellt die Verbreitung des Virus weltweit dar. Vom Epizentrum aus in China zeigt die Kurve der infizierten Menschen steil nach oben.

Waren es pro Tag bisher in etwa 1000 neu Erkrankte sind es jetzt um die 3000 Menschen pro Tag, die sich trotz der staatlichen Auflagen (Mundschutz, Ausgangssperren etc.) mit dem Corona Virus infizieren.

In Deutschland und weltweit steigt die Zahl der Erkrankungen fast gar nicht an, bisher sind kaum Menschen erkrankt. Das mag auch daran liegen, dass eine strikte Isolierung bei Verdacht auf eine Corona Infektion die Ausbreitung bisher offenbar verhinderte.

Das Video eines Marktes in China als angebliches EPI-Zentrum der Ausbreitung stimmt so nicht. Der Film ist aufgenommen auf einem traditionellen Markt in Indonesien.

Gut gemeint ist oft nicht gut gemacht

Die geplante EU-Urheberrechtsreform sieht in Artikel 13 vor, dass zukünftig Onlineplattformen für von den Nutzern hochgeladene Inhalte haften, wenn Urheberrechtsverletzungen festgestellt werden.

“Diensteanbieter der Informationsgesellschaft, die große Mengen der von ihren Nutzern hochgeladenen Werke und sonstigen Schutzgegenstände in Absprache mit den Rechteinhabern speichern oder öffentlich zugänglich machen, ergreifen Maßnahmen, um zu gewährleisten, dass die mit den Rechteinhabern geschlossenen Vereinbarungen, die die Nutzung ihrer Werke oder sonstigen Schutzgegenstände regeln, oder die die Zugänglichkeit der von den Rechteinhabern genannten Werke oder Schutzgegenstände über ihre Dienste untersagen, eingehalten werden.”

Was vernünftig klingt, könnte in der Ausführung dazu führen, dass Inhalte mit automatischen Filtern vom Upload ausgeschlossen werden. Diese “Uploadfilter” können allerdings beispielsweise nicht zwischen einer Urheberrechtsverletzung und Satire unterscheiden.

Zitate aus Artikeln zu übernehmen, würde in Zukunft nicht mehr möglich sein. Memes, also Parodien, die mittels Text und Original Bildmaterial zu einer Art Kunstform im Netz aufgestiegen sind, würden aller Voraussicht nach ebenfalls geblockt.

Vom Grundsatz muss befürchtet werden, dass das Internet sich einer Art freiwilligen Zensur aussetzt.