Aufmarsch der Nichtraucher

Das fängt ja gut an. Der Verein Pro-Rauchfrei e.V. for­dert via Netz auf, Firmen, Vereine oder Organisationen zu denun­zie­ren, die das Rauchverbot nicht kon­se­quent umset­zen. Fehlt eigent­lich nur noch die Rekrutierung von Blockwarten.

Die Frage wäre geklärt

Die Frage, wer denn nun zu Weihnachten die Geschenke bringt, das Christkind oder der Weihnachtsmann, kann nun end­lich nach dem Ausschlussverfahren rela­ti­viert wer­den. Der Weihnachtsmann schei­det als Päckchenbringer defi­ni­tiv aus:

Gestern Abend haben wir aus dem «Sauren Hahn” den Weihnachtsmann abge­holt. Er ist halb­nackt vom Tisch gefal­len, tot.

[Quelle:bestatterblog.de]

Gibt’s nicht? Gibt es doch

klopapier.jpg

Ich bin ja nun nicht mehr so sehr dar­über erstaunt, was es alles gibt. Scheinbar gibt es nichts, was es nicht gibt. Ich hat­te auch schon ein­mal die Gelegenheit auf einer Party eine bren­nen­de Kerze auf dem Klo zu bewun­dern, die gefähr­lich nahe am Vorhang vor sich hin brann­te. Meine Frage ob der Sinnhaftigkeit beant­wor­te­te die Gastgeberin mit dem Verweis eines ange­neh­men Geruchs der Duftkerze. Darüber kann man strei­ten, aber wer um alles in der Welt riecht auf dem stil­len Örtchen am Klopapier?

[gese­hen bei gastronomie-anzeiger.de]

Der Kühlschrank

Professor Hans Werner Sinn, einer der füh­ren­den neo­li­be­ra­len Wirtschaftswissenschaftler und bekannt für schlich­te Rezepte zur Lösung aktu­el­ler wirt­schafts­po­li­ti­scher und beschäf­ti­gungs­po­li­ti­scher Probleme, mel­det sich wie­der zu Wort. Der umtrie­bi­ge Professor und Präsident des Ifo-Instituts wur­de in den letz­ten Jahren nicht müde zu behaup­ten, dass bspws. die Löhne nach unten ange­passt wer­den müss­ten, um inter­na­tio­nal kon­kur­renz­fä­hig zu sein. Die Realität sieht etwas anders aus. Viele der Unternehmen, die in Billiglohnländern inves­tier­ten, keh­ren nun im gro­ßen Stil auf­grund man­geln­der Qualität, unzu­rei­chen­der Infrastruktur – oder ein­fach höhe­rer Preise zurück nach Deutschland.
Auch nach die­ser Fehleinschätzung ver­schwin­det der Professor nicht ein­fach aus Scham in die Rente, son­dern behau­pe­tet wei­ter­hin Abenteuerliches:

Mit etwas mehr Ungerechtigkeit lebt es sich bes­ser. Etwas mehr Ungleichheit in der Einkommensverteilung bewirkt auch für die weni­ger gut dabei Wegkommenden letzt­lich einen höhe­ren Lebensstandard, als wenn man ein ega­li­tä­res System schafft, wo alle das Gleiche krie­gen und alle glei­cher­ma­ßen arm sind. Das haben wir doch im Sozialismus Ostdeutschlands pro­biert. Die Leute haben sich dar­über auf­ge­regt, dass Erich Honecker einen Kühlschrank hat­te — die aus­ge­leb­te Neidpräferenz ging so weit, dass eben kei­ner einen Kühlschrank hatte.”


süddeutsche.de

Alter Käse

Vermutlich in Anlehnung an das seich­te Fernsehprogramm hat ein bri­ti­scher Käse es zu unge­ahn­ter Webpräsenz geschafft. Auf der Seite cheddarvision.tv kann ein Käse mit­tels Webcam live beim Reifeprozess beob­ach­tet wer­den. Laut tagesschau.de haben sich bereits 1,5 Millionen Surfer auf die Seite geklickt. 

Fundstücke

Der nach­fol­gen­de Text stammt nicht von Eva Herman, viel­mehr han­delt es sich um einen Auszug aus dem Ratgeber “Die Gute Ehe” von 1959.

Sie sind stolz, wenn ihre Frau die gesell­schaft­li­che Seite ihrer Berufsarbeit geschickt bewäl­tigt und etwa im Handumdrehen, adrett ange­zo­gen, für unan­ge­mel­det auf­tau­chen­de Berufskollegen einen deli­ka­ten Imbiss auf den Tisch zau­bert. Alles das muss eine Frau kön­nen. Sie muss auch, was sehr wich­tig ist, eine Nase dafür haben, mit wel­cher Laune ihr Mann aus dem Dienst kommt, und dem­entspre­chend »schal­ten«. Auch hier gibt es kein Generalkonzept. Der eine liebt es, mit Pantoffeln und Hausjacke an der Entreetür emp­fan­gen zu wer­den, den ande­ren wird das zur Weißglut trei­ben. Dafür schätzt er es, wenn sei­ne Frau sich in der ers­ten Viertelstunde mög­lichst wenig bli­cken lässt.”