Fundstücke

Der nach­fol­gen­de Text stammt nicht von Eva Herman, viel­mehr han­delt es sich um einen Auszug aus dem Ratgeber “Die Gute Ehe” von 1959.

Sie sind stolz, wenn ihre Frau die gesell­schaft­li­che Seite ihrer Berufsarbeit geschickt bewäl­tigt und etwa im Handumdrehen, adrett ange­zo­gen, für unan­ge­mel­det auf­tau­chen­de Berufskollegen einen deli­ka­ten Imbiss auf den Tisch zau­bert. Alles das muss eine Frau kön­nen. Sie muss auch, was sehr wich­tig ist, eine Nase dafür haben, mit wel­cher Laune ihr Mann aus dem Dienst kommt, und dem­entspre­chend »schal­ten«. Auch hier gibt es kein Generalkonzept. Der eine liebt es, mit Pantoffeln und Hausjacke an der Entreetür emp­fan­gen zu wer­den, den ande­ren wird das zur Weißglut trei­ben. Dafür schätzt er es, wenn sei­ne Frau sich in der ers­ten Viertelstunde mög­lichst wenig bli­cken lässt.” 

Web 2.0 — Das Mitmachnetz

Wo die Einen Bedenken haben, auf­grund digi­ta­ler Erfassung auch nur eine Kundenkarte zu nut­zen, da schüt­ten ande­re ihre gesam­ten Familienstreitigkeiten ins Netz – samt medi­zi­ni­schen Gutachten, Erbverträgen und einst­wei­li­gen Verfügungen. Der bizar­re Fall, die Öffentlichkeit via Netz am fami­liä­ren Schmuddelkrieg teil­ha­ben zu las­sen gelangt nicht nur wegen der akri­bi­schen Erfassung und Veröffentlichung pri­va­ter Schreiben zu media­ler Aufmerksamkeit, schließ­lich lie­fert sich kei­ne gerin­ge­re als die Tochter des Dübelerfinders Arthur Fischer im Internet eine Schlammschlacht mit der eige­nen Familie. 

Heitere Politik

Die Rede des ehe­ma­li­gen FDP-Abgeordneten Detlef Kleinert in deren Verlauf er, deut­lich ange­säu­selt, die »Aufnahmefähigkeit eines Teils der Mitglieder des Hauses« als »offen­bar nach­hal­tig ein­ge­schränkt« sah, ist inzwi­schen Kult. 

Auch von Boris Jelzin ist bekannt, dass er alko­ho­li­siert zu Ausfällen mit Stolpereinlage neig­te. Nun scheint Frankreichs neu­er Präsident Sarkozy dem Ende des schwe­ren G8 Gipfels mit einem guten Gläschen Vodka gefei­ert zu haben, das zumin­dest fragt spie­gel online unter Bezugnahme zwei­er Videos, die Sarkozy schein­bar ange­hei­tert auf einer Pressekonfernez zeigen. 

Scotty raufgebeamt

Die F.A.S. berich­tet in ihrer heu­ti­gen Ausgabe, dass die Asche des als “Scotty” in der Serie “Raumschiff Enterprise” bekannt gewor­de­nen Schauspielers James Doohan ins All geschos­sen wer­den soll. Nicht bekannt ist, ob Scottys imma­te­ri­el­ler Zustand durch eine Fehlfunktion im Transporterraum her­vor­ge­ru­fen wurde. 

Freie Entfaltung

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Ein alter Brauch aus Ihrer Heimat? Warum sagen Sie das nicht gleich?”

Quelle: Westfälische Rundschau

Urlaubsgrüße per e‑mail

Wer kennt das nicht. Irgendwann in jun­gen Jahren packt es einen und man möch­te die “gro­ße wei­te Welt” auf eige­ne Faust erkun­den. Meine Erfahrungen habe ich sei­ner­zeit auf Mallorca gemacht, wobei sich die Mitteilungen dar­auf beschränk­ten zuhau­se um Geld anzu­fra­gen. Urlaubsgrüße wer­den heu­te per e‑mail ver­sandt, eini­ge der bes­ten hat der bri­ti­sche Kolumnist Simon Hoggart in einem Buch zusam­men­ge­fasst, z.b. die­se hier:

Hey Ma, nur ganz kurz, weil schon spät. Wollte dich nur war­nen, habe ges­tern Abend ein paar super­net­te Australier ken­nen gelernt, die nächs­te Woche nach London kom­men. Habe gesagt, sie kön­nen bei dir woh­nen, um Geld zu spa­ren. Und ihnen dei­ne Nummer gege­ben, hof­fe das war ok, sind total nett. Die Namen weiß ich nicht mehr, aber alle vier sind total lus­tig und freundlich.”

mehr bei: &#8594 spiegel.de

Neckermann macht’s möglich

Wenn der Name Neckermann fällt denkt man eigent­lich unwei­ger­lich an dicke Kataloge, die im trau­ten Familienkreis Samstag nach­mit­tags durch­ge­blät­tert wur­den. Der Versandhandel bie­tet nun aller­dings auch Artikel, die geneig­ter Kunde eher bei Beate Uhse ver­mu­te­te hätte. 

Kultstatus hat laut stern-online bereits der »Blowjob Award« den der Versandhandel über das Internetportal neckermann.de mit dem sin­ni­gen Text: 


»Wollen Sie Ihrem Schatz als Dankeschön und Liebeserklärung einen Preis verleihen? Dann haben wir das Richtige für Sie«,

anbie­tet. Nun denn, mor­gen ist bekannt­lich Valentinstag.