Dumm gelaufen

Alle Jahre wieder wird der Darwin Award von Studenten der Stanford University in Kalifornien verliehen. Der Preis wird an Personen vergeben, die sich auf blödsinnige Art und Weise aus dem Leben katapultieren. Posthum vergeben, versteht sich. Die Auszeichnung für die außergewöhnlichste und dümmste Art der Selbstötung geht in diesem Jahr an:

Den Rollstuhlfahrer, der, ärgerlich darüber, dass die Fahrstuhltür sich vor ihm schließt, mehrfach mit Karacho gegen ebendiese Tür fährt. Letztendlich gibt die Tür nach und der Rollstuhls kracht mitsamt Fahrer durch die splitternde Tür in die Tiefe.

Auch eine Nominierung wert war den Juroren der 42-jährige Mann, der am Gran Canyon über eine Absperrung kletterte, um die dort von den Touristen heruntergeworfenen Münzen einzusammeln. Letztendlich war der mitgebrachte und geschulterte Rucksack jedoch so schwer, dass er das Gleichgewicht verlor und in die Schlucht fiel.

Zwei offensichtlich betrunkene Männer aus den USA wollten sich mittels Fässern angefüllt mit Methanol ein Raketenrennen liefern. Beim Entzünden der Fässer explodierten diese. Die Männer waren sofort tot.

Jahresabschluss

Zusammenfassend für 2010 kann gesagt werden, was auch gesagt wurde und als Zitat hängengeblieben ist, äh, oder so.

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„Wer dem Volk anstrengungslosen Wohlstand verspricht, lädt zu spätrömischer Dekadenz ein“
[Außenminister Guido Westerwelle]

„Besser ab und zu ein schönes Mädchen anschauen, als schwul zu sein“
[Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi]

„Alle Juden teilen ein bestimmtes Gen“
[Ex-Bundesvorstand Thilo Sarrazin]

„Sie ist eine starke Persönlichkeit. Eher ein Mann als eine Frau“
[Muammar al-Gaddafi, libyscher Staatschef, über Bundeskanzlerin Merkel]

„Wieso Unwetterwarnung, ich hab‘ doch gar nichts angestellt“
[Lisa]

„Mensch, Du hast immer eine Menge Arbeit“
„Mit Dir?“
„Nein, mit den alten Leuten am Tisch“

[Dustin bei der Familienweihnachtsfeier]

Fragen zur Weihnacht

Zeit online beantwortet die wirklich existentiellen Fragen zu Weihnachten:
[Antworten stark verkürzt]

Frage: Was wiegt schwerer: Seine Abscheu vor Elektrokerzen oder ihre von Kindheit an eingepflanzte Angst, der Baum könnte abbrennen?
Einfach mehr trinken – wenn die Welt etwas verschwimmt, lässt sich der Schein von elektrischen und echten Kerzen kaum noch unterscheiden.

Frage: Was mache ich, wenn mein Kind zum Heiligen Abend einen Obdachlosen einlädt?
Schicken Sie ihn ins Bad und verstecken sie die Weinvorräte.

Frage: Soll ich eine Biogans in den Ofen schieben, auch wenn das Fleisch wegen der vielen Bewegung, die das Tier hatte, ziemlich zäh ist?
Was soll man mit einem Gänsebraten letztlich anderes machen, als ihn in den Ofen zu schieben?

Frage: Darf man an Heiligabend über Politik streiten?
Im Prinzip ja, lassen sie aber das Thema Sterbehilfe weg, wenn die Schwiegermutter deutlich über achtzig ist.

Drohung mit dem Feuchtgebiet

Charlotte Roche hat Bundespräsident Christian Wulff aufgefordert, die Unterschrift unter das Gesetz zur Verlängerung der AKW-Laufzeiten zu verweigern. Um den Bundespräsidenten dazu zu bewegen, wäre die Bestseller-Autorin (“Feuchtgebiete”) und Moderatorin sogar zu körperlichem Einsatz bereit. Ihr pikanter Vorschlag: “Ich würde anbieten, mit ihm ins Bett zu gehen, wenn er es nicht unterschreibt.”[Quelle]

Nun, wer den Roman von Frau Roche gelesen hat, könnte das durchaus als Drohung verstehen.