Darwin Award 2017

Die Seite darwinawards.com verleiht jährlich und posthum den Preis für die blödsinnigste Art, sich aus dem Leben zu katapultieren. In diesem Jahr geht der Darwin Award an:

Den Mann in Dortmund, der einen Fahrkartenautomat sprengen wollte und dabei von der absprengten Vorderfront des Automaten erschlagen worden ist.

Den Wachmann, der sich mit einer illegalen Waffe im Hosenbund die Hoden weg schoss. Der Mann überlebte und wurde vom Richter aufgrund des Verlustes zu einer geringen Strafe verurteilt. Aufgenommen in die Nominierung ist er, weil die Statuten zur Verleihung neben dem Tod auch die Unfruchtbarkeit als Kriterium anerkennen, da sich diese Kandidaten sich aufgrund von Zeugungsunfähigkeit ebenfalls aus dem Genpool verabschieden.

Ein 47jähriger Mann versuchte sich an der Flucht aus seinem Zimmer, wo ihn die aufgrund Alkoholgenusses besorgte Mutter eingeschlossen hatte. Das dazu benutzte Ethernet-Kabel hielt dem Gewicht nicht stand und der Mann stürzte aus dem 9. Stock.

Den Einbrecher, der sich nach Entfernen einiger Dachschindeln durch das Dach in eine Apotheke zwängen wollte, an seiner Kleidung unglücklich im Halsbereich hängen blieb und sich strangulierte. Erst nach einsetzender Verwesung aufgrund des Geruchs wurde der arme Tropf gefunden.

Platz eins geht an den Mann, der beim Versuch umkam, einen Elefantenbullen nebst zwei jungen Männchen zu einem Selfie zu animieren. Um den Elefantenbullen auf die Lichtung zu treiben, provozierte er mit zwei Freunden die Elefanten; der Elefantenbulle folgte der Aufforderung und trampelte einen der Männer tot.

Stilblüten

Aus einem Arbeitsgerichtsurteil:

Bereits im letzten Jahr habe es eine Diskussion zwischen dem Geschäftsführer der Beklagten, dem Sohn des Geschäftsführers und dem Kläger gegeben, in welcher der Kläger dem im Rollstuhl sitzenden Geschäftsführer einfach habe stehen lassen.

Eine Frau, die es nicht gibt

Denise Fritsch ist jung, gut ausgebildet und wie so viele Leute in ihrem Alter im Internet aktiv. Denise liebt Frauen, in ihrem Blog Fritschis Welt outet sich Denise Anfang des vergangenen Jahres und erhält viel Zuspruch in den Kommentaren. Es sind einige sehr ermutigende Kommentare dabei. Der Kommentar einer Jasmin Nicoletta Goldmann gefällt Denise besonders.

Die beiden jungen Frauen freunden sich virtuell an, kommunizieren in den sozialen Netzwerken miteinander und verlieben sich schließlich. Ende gut alles gut? Leider nein, Jasmin Nicoletta Goldmann ist ein Real-Fake, eine Scheinexistenz, eine Person, die es offensichtlich nicht gibt.

Das perfide dabei: der oder diejenige hat beim Aufbau der falschen Identität dabei keine Mühen gescheut; im Netz ist Jasmin Nicoletta Goldmann unter anderem auf Twitter aktiv, sie hat ein Facebook-Profil zwei Blogs, stellt auf youtube Videos ein.

Als es endlich darum geht, sich persönlich kennen zu lernen, erkrankt Jasmin angeblich.

Die letzte Nachricht, die Denise erhält, ist von einer angeblichen Freundin von Jasmin, die ihr mitteilt, dass Jasmin plötzlich verstorben sei. Die ganze spannende, wenn auch traurige Geschichte erzählt Denise in ihrem Blog.

Google Books

Google hat sich vorgenommen, das Weltwissen in Büchern zu digitalisieren und der Öffentlichkeit zur verfügung zu stellen. Ein hehres Ziel, dem allerdings offensichtlich derzeit noch die eingesetzte Texterkennung entgegensteht.