Der schnöde Mammon

Mit Blick auf die Ausrichtung der AFD stellt sich offenkundig die Frage, weshalb die Rechtsextremen gleich mit 30 Kandidaten zur Europawahl antreten. Noch am Jahresanfang sprachen sich auf dem Parteitag in Dresden eine große Mehrheit der Delegierten für den Austritt Deutschlands aus der EU aus.

Auch sonst ist die Partei nicht gerade für ihre große Europaliebe bekannt. Die AFD steht eher für einen autoritären Nationalradikalismus, sie steht für alles, wofür die EU nicht steht.

Man kann natürlich nur mutmaßen. Mit Blick auf die schöne Entschädigung für EU-Parlamantarier jedoch erhärtet sich der Verdacht, es könne der schnöde Mammon sein, der die AFD dazu bewegt in einer Organisation mitzuarbeiten, die man dem Wahlvolk versprechend eigentlich bekämpfen will. Als Hochschullehrer, auch in Baden-Württemberg, jedenfalls kann man das Geld nicht verdienen.