Die Weihnachtsplätzchenmaschine

Die bes­se­re Hälf­te liebt es tra­di­tio­nell. An Weih­nach­ten gibt’s einen Weih­nachts­baum, natür­lich natür­lich, nicht zu reich­hal­tig geschmückt, mit bun­ten Kugeln, Ker­zen, ein wenig Lamet­ta, fertig.
Vor Weih­nach­ten, also etwa um die­se Zeit, wird geba­cken. Dazu muss der Teig durch eine Weih­nachts­plätz­chen-Maschi­ne gedreht wer­den, die die Bezeich­nung Maschi­ne ob der quä­len­den mecha­ni­schen Bedie­nung mit­tels Kur­bel nicht verdient.

Eine Kur­bel! Ich mei­ne, wir leben im 21. Jahr­hun­dert, und ich soll der bes­se­ren Hälf­te zur Hand gehen, indem ich eine Maschi­ne bedie­nen muss, die eine Kur­bel hat? Der Vor­schlag, eine Bohr­ma­schi­ne anzu­schlie­ßen, miss­ach­te­te die bes­se­re Hälf­te geflissentlich. 

Die Kur­bel kur­belnd räso­nier­te ich über Sinn und Zweck der Maschi­ne mit der Kur­bel und woll­te zum rhe­to­ri­schen Dolch­stoß für eben­die­se Maschi­ne aus­ho­len, als mich die bes­se­re Hälf­te umge­hend zum Schwei­gen brach­te: “Ers­tens nennt man die Weih­nachts­plätz­chen­ma­schi­ne auch Fleisch­wolf und zwei­tens — wer nicht kur­belt, der kriegt auch kei­ne Plätzchen.”

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