Film — Bohemian Rhapsody

1975 wag­te sich Queen Sänger Freddie Mercury an einen Rocksong, den vie­le nicht ver­stan­den. Bohemian Rhapsody. Der Song war unver­stan­den, allei­ne des­halb, weil der Text kei­nen Sinn ergab. Wörter wie Scaramouche, Galileo, Fandango oder Figaro zitier­te Mercury im Song ohne text­li­chen Zusammenhang. 

Das tat der Single Auskopplung kei­nen Abbruch, mehr als drei Millionen mal wur­de sie welt­weit ver­kauft. Fans und Kritiker dich­te­ten dem Text alles mög­li­che an, musi­ka­lisch stand Bohemian Rhapsody außer Frage: Die Mischung zwi­schen pro­gres­si­vem Rock und Ballade sucht noch heu­te ihresgleichen. 

Keine Frage, Mercury war in vie­ler Hinsicht ein Ausnahmetalent. Gesangstechnisch soll sein Stimmumfang vier Oktaven betra­gen haben. 

Im Kino lief Ende Oktober der gleich­na­mi­ge Film an, der die Geschichte des gro­ßen Sängers von der Gründung der Band Queen bis zum Autritt beim Konzert Live Aid 1985 behandelt. 

Der Film ist ent­schärft, denn Mercury war kein Heiliger, er leb­te den Rock’n Roll mit all den Untiefen voll aus. Der Film spart sich die Zurschaustellung sämt­li­cher Drogen — Alkohol — und Sexexzesse des Künstlers aus. Der Kinobesuch lohnt allein schon wegen der Musik. Queen Fans wer­den auf ihre Kosten kom­men; die Darstellung der Protagonisten ist gut gelun­gen, der Schauspieler Rami Malek ist in der Rolle ein wirk­lich guter Freddy Mercury, gerüch­te­wei­se singt Malek für eini­ge Szenen sogar Halbplayback. 

Der Film trans­por­tiert eine posi­ti­ve Grundstimmung und allein die Tatsache im beque­men Kinosessel den Auftritt Freddie Mercurys beim Live-Aid Konzert mit den Original Mitschnitten von damals in vol­ler Lautstärke zu genie­ßen, dürf­te für die inzwi­schen in die Jahre gekom­me­nen Fans von Queen einen Kinobesuch wert sein.