Geschüttelt – nicht gerührt

Das Warten hat ein Ende. Bond ist wieder da. James Bond. Der neue Bond Film Spectre kehrt zur Freude vieler Fans endlich wieder zurück zu alten Tugenden. Bond als cooler Hund, ironisch, leicht zynisch, der seinen Wodka Martini geschüttelt nicht gerührt nimmt. Auch Bonds Gegenspieler ist ein alter Bekannter: Blofeld, hervorragend inszeniert von Christoph Walz, alias Franz Oberhauser, die Nummer 1 der Terrororganisation „S.P.E.C.T.R.E“

Den Part um den Bösewicht Blofeld, der im Übrigen bereits in drei Bond Filmen als direkter Gegenspieler Bonds auftaucht und dessen Markenzeichen die weiße Katze ist, wurde insofern erweitert, als das erstmals bekannt wird, dass Blofeld ein Stiefbruder von Bond ist.

Aber nicht nur Daniel Craig macht im neuen Bond-Film eine gute Figur, dessen Mimik in Nahaufnahme so aussieht, als hätte er gerade eine Eisenbahnschwelle gefrühstückt.

Quartiermeister Q, gespielt von Ben Whishaw, war deutlich präsenter als noch in Skyfall und überzeugte mit Selbstironie und Humor: „Sie haben beim letzten Mal nur das Lenkrad wiedergebracht. Ich sagte, sie sollten das Auto in einem Stück wiederbringen – ich sagte nicht ein Stück.“

Herrlich auch der Dialog zwischen Q und Bond zur berüchtigten Bond-Uhr: „Was kann die?“ „Die kann die Zeit anzeigen, hilft Ihnen vielleicht beim Problem mit ihrer Unpünktlichkeit.“

Die Jagd nach Blofeld und seiner Terrororganisation wird im wahrsten Sinne des Wortes untermalt von schönen Landschaftsbildern und Stadtaufnahmen. Außerdem werden natürlich wieder Autos geschrottet und Frauen verführt. Bond prügelt sich mit dem Pendant des Beißers quer durch einen fahrenden Zug und Blofeld quält Bond im Anschluss mit einem 8mm Bohrer. Bond ist back – zur Freude der Fans in alter Größe. Bleibt nur die Frage: Wieso trägt Blofeld eigentlich keine Socken ?