Ist Windows zu unsicher?

Die Fra­ge, ob Linux bes­ser ist als Win­dows wird von eini­gen fast schon mis­sio­na­risch geführt, nichts ande­res als im übri­gen bei den Apple Jün­gern, die ihr Betriebs­sys­tem eben­falls als Non plus ultra prei­sen. Im Netz tum­meln sich tau­sen­de Sei­ten, war­um Linux bes­ser ist, als ande­re Betriebs­sys­te­me, ins­be­son­de­re Win­dows. Ich gehö­re nicht zu denen, die Win­dows schlecht reden, es hat für mich sei­ne Berech­ti­gung im bei­spiels­wei­se beruf­li­chen Umfeld. Der gro­ße Nach­teil von Win­dows ist sei­ne Angreif­bar­keit. Für mich war das der Grund eines Wech­sels zu Linux.

Ohne Fire­wall, Viren­schutz etc.pp im Netz, dau­ert es mit Wind­wows nicht lan­ge, bis sich die ers­ten Viren, Tro­jah­ner oder sons­ti­ge Male­wa­re auf dem PC ein­ge­nis­tet haben. Bereits nach zwei Stun­den ist der Win­dows PC ohne geeig­ne­ten Schutz infiziert.

Man kann der Mei­nung sein, dass ein Back­up und ein geig­ne­ter Viren­schutz wür­de genü­gen. In der Regel ist das auch der Fall, setzt aller­dings vor­aus, das man sich mit den ver­schie­de­nen Viren­schutz­pro­gram­men beschäf­tigt und für den eige­nen PC das bes­te Pro­gramm kauft. Man kann aber auch gar nichts machen, auf die Win­dows Fire­wall vetrau­en, Back­ups machen und bei tat­säch­li­chem Viren­be­fall ein­fach Win­dows neu auf­set­zen. In Zei­ten täg­li­cher und stei­gen­der Inter­net­kri­mi­na­li­tät ist das jedoch mehr als fahrlässig.

Dabei geht es geht gar nicht so sehr dar­um, sich Male­wa­re, einen Tro­ja­ner oder sons­ti­ge Schad­ware ein­zu­fan­gen. Das ist zwar ärger­lich genug, aller­dings kein Ver­gleich dazu, was jemand mit kri­mi­nel­ler Ener­gie mit ihnen per­sön­lich machen kann, wenn sie fahr­läs­si­ger Wei­se mit einem schlecht geschütz­ten Win­dows-Sys­tem im Netz unter­wegs sind. Sie machen sich angreif­bar und erpressbar.

Eini­ge Bei­spie­le: Sie haben jeman­den arg zuge­setzt und der möch­te sich an Ihnen rächen. Er sucht sich Hil­fe bei einem Script­kid­die, der ihnen mit­tels eines Back­door-Pro­gramms kin­der­por­no­gra­phi­sche Bil­der auf ihrem PC ablegt. Anschlie­ßend zeigt er sie bei der Poli­zei an.

Glei­ches gilt die Ankün­di­gung eines Ter­ror­an­schlags, dem Miss­brauch der Iden­ti­tät usw, usf. Das harm­lo­ses­te was ihnen in die­sem Zusam­men­hang pas­sie­ren kann, ist eine E‑Mail mit Belei­di­gun­gen an ihren Chef. Das kos­tet Sie viel­leicht ihren Job, alles ande­re kos­tet sie eini­ge Zeit in Unter­su­chungs­haft und tau­sen­de von Euros an ihren Anwalt.

Oder um es mit den Wor­ten von Felix von Leit­ner zu sagen:

„Ist ja schön, dass du ein Back­up hast, aber das hilft dir nicht gegen das SWAT-Team, das dei­ne Tür ein­tritt. Selbst wenn du den gan­zen Ärger der Rei­he nach auf­räumst, bist du Jah­re beschäf­tigt. Und je nach Qua­li­tät der Arbeit der Mal­wa­re den Groß­teil davon aus der U‑Haft heraus.“

Mir per­sön­lich ist Win­dows auf­grund der zuneh­men­den Internetkriminalität
jeden­falls inzwi­schen zu unsicher.

Des­halb set­ze ich seit gerau­mer Zeit auf Linux, die Archi­tek­tur des Sys­tems lässt kei­ne meist für Win­dows geschrie­be­nen Schad­ware zu.

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