Aus Wagners Poesiealbum

Die Liaison des französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy mit dem Top-Modell Carla Bruni beflügelt die Fantasie des Bild Kolumnisten Franz Josef Wagner. Er beneide den Präsidenten, so der Bild-Zeitungs Poet und fabuliert passend zur Weihnachtszeit in seiner Kolumne den unnachahmlichen Satz:

“Wenn Frauen lieben, hat die ganze Welt schöne Augen.”

Zocker in Nadelstreifen

Nachdem der Bundestag den Mindestlohn für Postzusteller beschlossen hat, will sich der Mehrheitseigner des Briefdienstunternehmens Pin, der Springer Verlag, aus dem Geschäft zurückziehen. Für Springer Chef Döpfner war das auch vor Einführung des Mindeslohnes defiziäre Briefgeschäft zunehmend ein Klotz am Bein.
Man erwarte, so die WAZ, die ebenfalls Miteigner ist, für das ablaufende Jahr ein Minus von rund 55 Millionen Euro. Auslöser für eine drohende Insolvenz ist also nicht der Mindestlohn, wie Springer-Chef Döpfner so gern behauptet. Der Medienkonzern hat die Gunst der Stunde genutzt, sich eines Geschäftanteils zu entledigen, das vermutlich schon längere Zeit rote Zahlen schreibt.
Die Summe, die das Management der Pin-Group alleine in diesem Jahr in den Sand gesetzt hat, dürfte sich somit summa summarum auf über sechshundert Millionen Euro addieren.
Pin-Chef Günter Thiel kündigte laut Focus Online an, die Geschäftsanteile des Springer Verlags zum Preis von einem symbolischen Euro zu erwerben. Thiel will aus seinem Privatvermögen, das aus Spekulationsgewinnen der Pin-Group gewaltig angewachsen sein dürfte, 60 Millionen Euro zur Erhaltung des Briefdienstunternehmens investieren.

Spiegel online “verdunkelt” Inhalte

Bisher war der Umgang mit Werbelayern bei spiegel-online eigentlich immer sehr diskret, zumindest waren die Werbeeinblendungen immmer im Hintergrund. Was sich die zuständigen Macher der Seite aber dabei gedacht haben, einen Werbelayer über die Seite zu legen, der sich nicht wegklicken lässt und zudem die Hälfte des Textes abdeckt, ist mir ein Rätsel.
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Der tut nix, der will nur spielen

Wildtiere bleiben, auch wenn sie als Haustiere gehalten werden, eben doch wilde Tiere. In einem Aquaristikgeschäft hatte die Inhaberin in einer Ecke ein großzügiges Terrain mit Teich und allerlei Pflanzen angelegt, in dessen Mitte ein Leguan auf einem Baumstumpf im Pflanzenlicht scheinbar regungslos vor sich hindämmerte.

Neugierig geworden trat ich an das Tier heran, nicht bemerkend, ob der fehlenden Einzäunung vermutlich in den Augen des Leguans eine Grenzverletzung begangen zu haben.
Bei näherer Betrachtung erwies sich die Echse als pfeilschnelles Tier, das meinen Rückzug weniger als Respekt vor dem eigenen Territorium, denn als Flucht auslegte. Den nachfolgenden Angriff konnte ich mittels Einkaufswagen deutlich bremsen, danach saß die Echse auf dem unteren Gitter des Einkaufwagen und blickte mich grimmig von unten durch die Gitter der oberen Hälfte an.
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Westerwelle plant die Wirtschaft

Mit der Volkswirtschaftslehre scheint Dr.Guido Westerwelle auf Kriegsfuß zu stehen. Die Einigung der Koalition über die Einführung von Mindestlöhnen für die Briefzusteller erinnnert den FDP-Chef an ein System, von dem er gehört hat, dass es so etwas in der ehemaligen DDR gab. Westerwelle scheute sich jedenfalls nicht, den Mindestlohn als “Planwirtschaft” zu bezeichnen. Die Festsetzung von Mindeslöhnen hat mit einer Planwirtschaft nichts zu tun. Im Gegenteil: Für die Wirtschaftsführung der Planwirtschaft ist das Vorhandensein von Preisen, Markt und Wettbewerb grundsätzlich nicht notwendig. Der fehlende Wettbewerb in einer Planwirtschaft führt einen Mindeslohn zur Absicherung gegen die Konkurrenz also ad absurdum. Glücklicherweise sind Leute wie Guido Westerwelle finanziell relativ abgesichert, auf dem freien Markt würde es für den promovierten Juristen als Wirtschaftsfachmann wohl eher schwierig werden.

Von grünen Schwarzen und Schwarzen Grünen

Oswald Metzger, grüner Finanzexperte ist aus der Partei ausgetreten. Metzger, der Sozialhilfeempfänger vornehmlich als Mitbürger sah, die “ihren Lebenssinn darin sehen, Kohlehydrate oder Alkohol in sich hinein zu stopfen, vor dem Fernseher zu sitzen und das Gleiche den eigenen Kindern angedeihen zu lassen”, wird bereits heftig von der FDP umworben. Neben seiner Tätigkeit als Lobbyist bei der neoliberalen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, könnte er natürlich auch gemeinsam mit der jüngst aus der CSU augetretenen Gabriele Pauli eine neue Partei gründen. Frau Pauli sucht derzeit ebenfalls eine neue politische Heimat.

Schäubles Angst

Politker die von den Medien nicht mehr wahrgenommen werden sind am Ende ihrer Karriere angelangt. Das erklärt warum sie zuweilen so viel Unsinn daherreden. Eine Entschuldigung ist das nicht.

“Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hat eine weitere Verlängerung der Lebensarbeitszeit gefordert.”

sueddeutsche.de

Wann will der eigentlich endlich gehen?