Von Greenpeace lernen

Mit der erneu­ten Beschmie­rung des Bran­den­bur­ger Tors und wei­te­rer ver­such­ter Zer­stö­rung von Kunst­wer­ken dis­kre­di­tiert sich die „letz­te Gene­ra­ti­on“ zunehmend. 

Zwar schaf­fen sich die Jugend­li­chen Auf­merk­sam­keit in den Medi­en, im Kern bestä­ti­gen sie aller­dings das Vor­ur­teil, das sie beglei­tet. War­um zer­stö­ren? Mehr Auf­merk­sam­keit hät­ten die Kli­ma­akt­vi­si­ten, wenn sie ähn­lich der Orga­ni­sa­ti­on Green­peace vor ein paar Jah­ren vor­ge­hen würden. 

Bei­spiels­wei­se hät­te eine Bestei­gung des Bran­den­bur­ger Tores mit Aus­rol­len eines Pla­kats sicher nicht nur mehr Auf­merk­sam­keit, son­dern auch Respekt nach sich gezo­gen. So darf ver­mu­tet wer­den, dass es weni­ger um Sache geht, son­dern um den Ver­such rela­tiv mühe­los, kind­li­che Zer­stö­rungs­wut zu befriedigen. 

Posi­ti­ve Auf­merk­sam­keit errei­che ich durch spek­ta­ku­lä­re Aktio­nen, nicht durch Zer­stö­rung oder Beschmie­rung öffent­li­cher Ein­rich­tun­gen, oder gar Kunst­wer­ke. Aktio­nen müs­sen im Zusam­men­hang mit der Sache ste­hen, mit der man sich gemein machen will. Pla­ka­te und Trans­pa­ren­te an auf­fäl­li­gen Orten, so wie es Green­peace vor­ge­macht hat, sind Aktio­nen, die Respekt verschaffen. 

Das, was jetzt pas­siert, ist der Sache nicht dien­lich. Ganz im Gegen­teil: Wer Kunst zer­stört, stellt sich in eine Rei­he mit Dumm­köp­fen, die nicht ernst genom­men wer­den.

Das Kli­schee vom ver­wöhn­ten Wohl­stands­kind, das als Phi­lo­so­phie­stu­dent zu viel Zeit hat, unbe­darft und den Anfor­de­run­gen des Lebens nicht gewach­sen, ver­fes­tigt sich so in der Bevölkerung. 

Ordnerverknüpfung unter Linux-Mint

Einen Ord­ner zu ver­knüp­fen ist auch in Linux-Mint mit­tels der Maus mög­lich. Aller­dings geht das nicht wie in Win­dows mit­tels Links­klick, ein­fach ist es trotz­dem. Ein­fach den Ord­ner, der vern­küpft wer­den sol­len, z.B. auf dem Desk­top mit gedrück­ter Maus-Tas­te auf den Dek­top zie­hen, Alt-Tas­te drü­cken. Es erscheint ein Unter­me­nüe mit dem Punkt: Hier­her ver­knüp­fen, drauf­kli­cken, fer­tig ist die Ver­knüp­fung. Das geht übri­gens auch von bei­spiels­wei­se einer extern ange­schlos­sene­n­en Fest­plat­te aus. 

Hundehaufenverwalter

Das Fähn­chen im Hun­de­kot soll ganz offen­sicht­lich den Unmut eines Mit­bür­gers über die Hin­ter­las­sen­schaf­ten eines (hof­fent­lich) ver­mu­te­ten Vier­bei­ners aus­zu­drü­cken und wirft doch zugleich eine Men­ge Fra­gen auf. 

Neben man­geln­dem Inter­es­se oder Kennt­nis in Sachen Ortho­gra­fie las­sen Orga­ni­sa­ti­on und Pla­nung ent­we­der auf lücken­haf­te Impuls­kon­trol­le schlie­ßen — wobei die kor­rek­te Bas­tel­ar­beit dem eigent­lich wider­spricht — oder als zwei­te Vari­an­te das Gegen­teil, näm­lich die Ver­mu­tung auf einen sehr dis­zi­pli­nier­ten, gewis­sen­haf­ten Hin­weis­ge­bers, der im Zuge der Fäka­l­er­kun­dun­gen bereits ein Arse­nal an Fähn­chen vor­pro­du­ziert zu Hau­se ein­ge­la­gert hat, um im ent­schei­den­den Moment die selbst­ge­bas­tel­te Mei­nungs­be­kun­dung in der Hin­ter­las­sen­schaft zu drapieren. 

Da der Aus­sa­ge auf dem Schild der Impe­ra­tiv fehlt, ist es indes schwer für den Mis­se­tä­ter, die not­wen­di­ge Kon­se­quenz zu zie­hen und das nicht nur, weil der direk­te Delin­quent ver­mut­lich nicht lesen kann.

Der Hal­ter des Hun­des könn­te sich mit der Aus­sa­ge, als Pott­sau abge­seg­net zu sein, gedank­lich anfreun­den und sei­ne Hand­lun­gen wei­ter fortsetzen.

Bes­ser wäre eine direk­te Hand­lungs­emp­feh­lung mit unter­schwel­li­ger Kri­tik: „Bit­te machen Sie die Hin­ter­las­sen­schaf­ten ihres Hun­des weg, das ist eine Saue­rei!“ etwa, oder der Hin­weis auf den Buß­geld­ka­ta­log des Lan­des NRW, der einen Hau­fen ver­dau­ten Hun­de­darm­in­halts mit bis zu 100 Euro Buß­geld sanktioniert. 

Ver­mut­lich wür­de dann das Hin­weis­schild ob der dann not­wen­di­gen Grö­ße die Fäka­lie über­de­cken und das wäre ja auch SCHEI…

Süßes oder Saures

Für eini­ge war ja ges­tern Hal­lo­ween, ande­re fei­er­ten den Refor­ma­ti­ons­tag, wie­der ande­re wis­sen mit bei­den Begrif­fen nichts anzu­fan­gen. Mei­ne zehn­jäh­ri­ge Nich­te jeden­falls kennt nur Hal­lo­ween mit den Gebräu­chen des Gru­selns und des Ein­trei­bens von Süßig­kei­ten an Nach­bars Haustür.

Nimmt man übri­gens die Rat­schlä­ge des Bou­le­vard­blatts Focus ernst, sol­len Kin­der an die­sem Tag das Umher­zie­hen ver­bo­ten wer­den; das Blatt sieht in dem harm­lo­sen Sin­gen an der Kin­der an frem­den Haus­tü­ren eine Ver­ro­hung der Kids, da sie früh­zei­tig das Delikt des Erpres­sens ler­nen würden.
wei­ter im Text