Heftig — Live Security als Malware

Wer sich den Virus Live Secu­ri­ty oder ähn­li­che Mal­wa­re auf dem PC ein­ge­fan­gen hat, hat ein gro­ßes Pro­blem. Die­ses oder ähn­li­che Schad­pro­gram­me tar­nen sich mit­tels Root­kit­tech­ni­ken tief im Sys­tem und sind prak­tisch vom PC Anwen­der weder aus­zu­ma­chen noch zu besei­ti­gen. Die­se extrem aggres­si­ve Schad­soft­ware ist umso erstaun­li­cher, als das sie nahe­zu unbe­merkt auf den hei­mi­schen PC gelangt. Wäh­rend in frü­he­ren Jah­ren eine Viren­ver­seuch­te Fest­plat­te meist Aus­druck von all­zu nai­vem Umgang mit E‑Mails oder Down­loads war, ist heu­te das Ein­schleu­sen über Web­sei­ten der Regel­fall. Cyber-Kri­mi­nel­le schrei­ben im Quell­text einer (gehack­ten) Web­sei­te einen Schad­code, der bei Auf­ruf über den Brow­ser bei­spiels­wei­se einen Down­load aus­löst. Die­se Sei­ten mit Schad­code sind übri­gens durch­aus seriö­se Sei­ten. So ver­teil­te im ver­gan­gen Jahr die Sei­te des Bun­des­um­welt­am­tes den Tro­ja­ner Zeus.

Wer als Sei­ten­be­trei­ber kei­nen inter­nen Viren­scan­ner für den Quell­text sei­ner Web­sei­ten ein­setzt, tappt unter Umstän­den län­ge­re Zeit im Dun­keln und der Schad­code bleibt solan­ge unbe­merkt, bis Besu­cher sich beim zustän­di­gen Web­mas­ter über anschla­gen­de Viren­scan­ner beschwe­ren, oder Goog­le die Sei­te als poten­zi­ell gefähr­lich ein­stuft. Genug Zeit für die Kri­mi­nel­len, Tro­ja­ner in hei­mi­sche PC’s zu schleu­sen, um in Echt­zeit bspws. an Online — Ban­king Daten zu gelangen. 

Bei mir war es übri­gens eine gefak­te Ado­be Down­load Anwen­dung, die sich als Update getarnt hat­te. Der Scan­ner schlug zwar noch Alarm, aller­dings hat­te der Virus in Sekun­den sowohl den Viren­scan­ner als auch alle ande­ren Anwen­dun­gen lahm gelegt. Als getarn­ter Win­dows Viren­scan­ner mit Namen Live Secu­ri­ty mel­de­te die Schad­soft­ware Mal­ware­be­fall. Welch Trep­pen­witz! Nach einem gefak­ten Scann­vor­gang mel­det sich das Pro­gramm mit der Auf­for­de­rung, die eige­ne Bank­ver­bin­dung ein­zu­ge­ben. Meist hilft es dann nur noch, den PC sofort vom Netz zu neh­men, die Fest­plat­te zu for­ma­tie­ren, Win­dows neu zu instal­lie­ren und zu hof­fen, dass die letz­te Daten­si­che­rung auf der exter­nen Fest­plat­te aktu­ell ist. 

Das Sommerloch 2012

Män­ner haben es, zumin­dest was Klei­dungs­fra­gen angeht, recht ein­fach. Eine schwar­zen, viel­leicht noch einen grau­en Anzug, fünf sechs Hem­den, viel­leicht noch zwei Sak­kos und fer­tig ist die Gar­de­ro­be für fast alle Anläs­se. Wobei – es soll ja tat­säch­lich Män­ner geben, die im fort­ge­schrit­te­nen Alter noch die Pro­tes­klei­dung eines Acht­zehn­jäh­ri­gen auf­tra­gen. Aber gut, das ist Geschmacks­sa­che und dar­über lässt sich bekannt­lich nicht strei­ten. Obschon ich ja der Mei­nung bin, dass man(n) im rei­fe­ren Alter in bauch­um­span­nen­den T‑Shirt und zeris­se­ner Jeans (noch schlim­mer – Jog­ging­ho­se), ein wenig so aus­sieht, als hät­te er nicht nur in Stil­fra­gen ein Pro­blem, aber gut, in einem frei­en Land darf sich jeder bla­mie­ren, so gut er kann. Aber ich schwei­fe ab – eigent­lich woll­te ich aus­füh­ren, dass Frau­en es bei der Aus­wahl ihrer Gar­de­ro­be ungleich schwe­rer haben. Ein Mann wird nie­mals hören, dass er den Anzug, den er jetzt trägt schon vor vier Jah­ren getra­gen hat, nicht nur das nicht, selbst wenn der Mann jeden Tag den sel­ben Anzug trägt, wird es ihm nicht nach­ge­hal­ten, weil eben Anzug Anzug ist. Schwupps mit neu­em Hemd (bei einem wei­ßen Hemd noch nicht­mal das), oder anders­far­bi­ger Kra­wat­te ist der Herr neu geklei­det, so ein­fach ist das. Die Dame aller­dings, die ein Kleid womög­lich ein zwei­tes oder drit­tes Mal trägt, läuft Gefahr, dass über sie geklatscht wird. Wenn sie dann noch Ange­la Mer­kel heißt und Bun­des­kanz­le­rin ist, scheint das wert zu sein, das Som­mer­loch 2012 zu fül­len. Und die­ser Text auch. 

Wie man Präsident des Verfassungsschutzes wird

Hel­mut Roe­wer, ehe­ma­li­ger Chef vom Thü­rin­ger Lan­des­amt für Verfassungsschutz:

“Wie ich Ver­fas­sungs­schutz-Prä­si­dent wur­de? Es war an einem Tag nachts um 23 Uhr, da brach­te eine mir unbe­kann­te Per­son eine Ernen­nungs-Urkun­de vor­bei, in einem gel­ben Umschlag. Es war dun­kel, ich konn­te sie nicht erken­nen. Ich war außer­dem betrun­ken. Am Mor­gen fand ich den Umschlag jeden­falls noch in mei­ner Jacke.”

Quel­le: haskala.de

Übung macht den Schreiber

Man schrei­be täg­lich Anek­do­ten nie­der, bis man es lernt, ihre prä­gnan­tes­te, wir­kungs­volls­te Form zu fin­den; man sei uner­müd­lich im Sam­meln und Aus­ma­len mensch­li­cher Typen und Cha­rak­te­re; man erzäh­le vor allem, so oft es mög­lich ist, und höre erzäh­len, mit schar­fem Auge und Ohr für die Wir­kung auf die ande­ren Anwe­sen­den; man rei­se wie ein Land­schafts­ma­ler und Kos­tüm­zeich­ner; man exzer­pie­re sich aus ein­zel­nen Wis­sen­schaf­ten alles das, was künst­le­ri­sche Wir­kung macht, wenn es gut dar­ge­stellt wird; man den­ke end­lich über die Moti­ve der mensch­li­chen Hand­lun­gen nach, ver­schmä­he kei­nen Fin­ger­zeig der Beleh­rung hier­über und sei ein Samm­ler von der­glei­chen Din­gen bei Tag und Nacht. In die­ser man­nig­fa­chen Übung las­se man eini­ge zehn Jah­re vor­über­ge­hen: Was dann aber ich der Werk­stät­te geschaf­fen wird, darf hin­aus in das Licht der Straße.
Quel­le: Nietz­sche, “Mensch­li­ches, Allzumenschliches.”

Faszinierend

Aus einer Epi­so­de der legen­dä­ren Kult­se­rie “Enter­pri­se”, die der Sen­der ZDF Neo anläss­lich des 40.Jubiläums der Serie im Deut­schen Fern­se­hen wiederholte:

Spock: Fas­zi­nie­rend

Dr. Mccoy: Was ist dar­an faszinierend?

Spock: Inter­es­sant

Dr. Mccoy: Das ist auch nicht interessant

Spock: Ich mein­te ja auch fas­zi­nie­rend, ich wie­der­ho­le mich nur ungern

Blaue Stunde errechnen

Schö­nes Tool nicht nur für Foto­gra­fen. Die Sei­te jekophoto.com zeigt nach Ein­ga­be der Post­leit­zahl und des Orts die Zeit des Son­nen­auf­gangs, Son­nen­un­ter­gang, Mond­auf — und Unter­gang und die sog. blaue Stun­de, d.h. den Däm­me­rungs­zu­stand, in dem der tief­blaue Him­mel in etwa die­sel­be Hel­lig­keit wie das künst­li­che Licht von Gebäu­de — und Stra­ßen­be­leuch­tung hat.