Umzug zu Mastodon

Ist es wichtig bei Twit­ter, Insta­gram und Co zu sein? Nein ist es nicht, aber manch­mal ganz witzig. Mal davon abge­se­hen, dass uns daten­schutztech­nisch auf den Sozialen Net­zw­erken die Hosen aus­ge­zo­gen wer­den, erstreckt sich allerd­ing der der Mehrw­ert anson­sten doch eher auf eine Hand­voll lesenswert­er Beiträge. 

Nach­dem sich nun Twit­ters neuer Chef Elon Musk auf­führt wie Rumpel­stilzchen auf Speed, habe ich mich entschlossen nach Mastodon zu wech­seln — Open Source und Werbefrei. 

Hardewarewechsel

Bis jet­zt habe ich alle paar Jahre beim Aldi Super Coup zugeschla­gen und war bish­er immer zufrieden. Dies­mal sollte es aber ein PC sein, der über eine Kon­fig­u­ra­tion ver­fügt, die Video­dateien auch in HD ohne Mur­ren bewerkstelligt. 

Fündig gewor­den bin ich schließlich beim Händler um die Ecke zu einem dur­chaus vernün­fti­gen Preis. Nun werkelt bei mir ein Leono­vo PC mit Lin­ux Mint und Win8.1, einem Prozes­sor der neueren Gen­er­a­tion, ein­er GTX 750 TI Grafikkarte und 16GB Speicher. 

Trotz des dur­chaus durch­dacht­en OS Win 8.1 wollte ich auf Lin­ux natür­lich nicht verzicht­en. Allerd­ings gestal­tet sich die Instal­la­tion dur­chaus nicht mehr so ein­fach. Neue Rech­n­er sind in der Regel mit einem UEFI BIOS aus­ges­tat­tet, zudem macht der SSD-Cache die Instal­la­tion von Lin­ux als Dual­boot nicht einfacher. 

Von entschei­den­dem Nachteil war bei meinem Neuer­werb auch, dass Win8.1 ohne DVD vorin­stal­liert war. Ein Sys­tem-Abbild lässt sich unter Win8.1 offen­bar auch nicht mehr bren­nen, so dass ich auch kein Ersatz zum Nachin­stal­lieren bei einem möglichen Crash gehabt hätte. 

Kurz und gut, wer nicht stun­den­lang aus­pro­bieren möchte, ob sich Win8.1 und Lin­ux nicht doch die Fest­plat­te gütlich teilen wollen, ist mit ein­er zweit­en Fest­plat­te bess­er dran. 

So habe ich es gemacht und habe nun das beste bei­der Wel­ten auf zwei getren­nten Fest­plat­ten. Win8.1 für Video – und Foto­bear­beitung und Lin­ux für den Rest. 

Windows 10 gestartet

Seit gestern ist Win­dows 10 veröf­fentlicht und 14 Mil­lio­nen Men­schen haben das OS bere­its auf ihrem Rech­n­er. Da wer­den Begehrlichkeit­en wach. 

Wie heise-online berichtet, über­mit­telt Win­dows 10 gle­ich ein ganzes Bün­del an Dat­en an die Microsoft Serv­er. Dazu zählen bsp­ws. der Stan­dort des Geräts, der Web-Brows­er Ver­lauf, Favoriten und Web­seit­en, die der Benutzer geöffnet hat, Apps aus dem hau­seige­nen App-Store und alle bio­metrischen Dat­en, Stich­wort Gesicht­serken­nung, Aussprache usw.usf. Win­dows wird so zu Datensammelstelle. 

Außer­dem, so heise weit­er, gener­iere Win­dows „für jeden Benutzer eines Gerätes eine unver­wech­sel­bare Werbe-ID. Diese kann von App-Entwick­lern und Wer­benet­zw­erken dazu ver­wen­det wer­den, um “rel­e­van­tere Wer­bung anzubieten”. 

Frühzeit­ig bekan­nt wurde eben­falls, dass Win­dows 10 das Wlan Pass­wort Fre­un­den aus Face­book und Kon­tak­ten von Out­look mit­teilt.

Zwar kann man in den Ein­stel­lun­gen all diese Dinge in Win­dows 10 auch unter­sagen, jedoch dürfte das eine trügerische Sicher­heit sein. 

Programme unter Linux installieren

Unter Lin­ux gibt es gle­ich mehrere Möglichkeit­en Pro­gramme zu instal­lieren. Allerd­ings – und das ist Teil des Sicher­heit­skonzeptes – lassen sich keine .exe-Dateien aus­führen. Die Pro­gramme, die unter Win­dows laufen, funk­tion­ieren nicht unter Lin­ux. Das heißt aber auch: Keine uner­wün­schte Spy­ware, die sich bsp­ws. als Tool­bar im Brows­er selb­ständig installiert.

Lin­ux hat ein aus­gek­lügeltes Konzept, wie Soft­ware auf den Rech­n­er kommt. 

Für die Lin­ux Dis­tri­b­u­tio­nen sind aus­gewählte Soft­warepakete bere­it gestellt. 

Installieren über die Anwenderverwaltung 

anwenderverwaltung

Ubun­tu und viele darauf auf­set­zen­den Lin­ux Dis­tri­b­u­tio­nen haben eine Soft­ware – bzw. Anwen­dungsver­wal­tung. Ähn­lich eines App-Stores hat Lin­ux hier für jenen Zweck geprüfte Pro­gramme parat und das zumeist kostenlos.
Wem also die mit dem Sys­tem mitin­stal­lierte Soft­ware nicht aus­re­icht, kann hier unter zig­tausenden Paketen die für den Anwen­der richtige Soft­ware auswählen. Die Anwen­dungsver­wal­tung bietet als Ori­en­tierung­shil­fe ver­schiedene Kat­e­gorien, wie z.B. Inter­net, Musik, Video, Grafik, usw.
Über die Such­funk­tion lässt sich gezielt nach benötigter Soft­ware suchen.

Die Paketverwaltung

packetverwaltung

Eine weit­ere Möglichkeit für Pro­gramme ist die Paketver­wal­tung von Lin­ux. Hier kön­nen Pro­gramm­pakete herun­terge­laden, instal­liert und dein­stal­liert werden.
Die Paket – bzw. Anwen­derver­wal­tung find­et man unter ->Sys­tem ->Synap­tic-Paketver­wal­tung, bzw. Softwareverwaltung. 

Installation direkt über das Terminal 

install
Wenn der Name der Soft­ware bekan­nt ist, kann entsprechend direkt über das Ter­mi­nal [Strg+Alt+T] instal­liert wer­den. Hier gibt man ein­fach den Befehl: „sudo apt-get install …“ ein. (Ohne Anführungsstriche – Bitte beacht­en: Lin­ux unter­schei­det zwis­chen Groß und Kleinschreibung)
Soll­ten Abhängigkeit­en für das Pro­gramm fehlen, lis­tet das Ter­mi­nal das eben­falls auf. 

Programme kompilieren

configure
Let­z­tendlich gibt es die Möglichkeit Soft­ware für Lin­ux aus dem Inter­net zu laden und zu instal­lieren. Die Lösung sollte nur im Not­fall ange­wandt wer­den, da es zu Kon­flik­ten mit ander­er bere­its vorhan­den­er Soft­ware kom­men kann und Fremd­pro­gramme natür­lich auch die Sicher­heit des Sys­tems gefährden können.
Denn — die Tat­sache, dass mit den bor­deige­nen Mit­teln nur Soft­ware aus geprüften Quellen instal­liert wird, macht das Sys­tem Lin­ux sich­er. Es macht also Sinn, den Namen für eine bes­timmte Soft­ware die im Inter­net für Lin­ux ange­boten wird, über die Paketver­wal­tung suchen zu lassen. Meist wird man fündig, oder es gibt gute Alternativen. 

Soft­ware für Lin­ux aus dem Netz liegt meist als gepack­ter Quell­code vor. Zu erken­nen an der Endung .tar.gz
Diese müssen ent­packt, dekom­prim­iert und kom­piliert wer­den, bevor sie instal­liert wer­den kön­nen. Das hört sich kom­pliziert­er an, als es ist.
Hier ein Beispiel für die Soft­ware fwbackups.
Nach Down­load mit Recht­sklick muss das Paket ent­packt wer­den. Alter­na­tiv geht das mit dem Terminal

Danach mit dem Ter­mi­nal­be­fehl cd in das Down­load­verze­ich­nis und dann in das Paketverze­ich­nis wech­seln. Danach nacheinan­der die drei Befehle eingeben:

./configure

make

make install

Im Anschluss kann das Pro­gramm über das Ter­mi­nal aufgerufen wer­den. Wenn das Pro­gramm startet, ist es auch richtig installiert.
Das Pro­gramm wird in der Regel von Lin­ux automa­tisch der richti­gen Kat­e­gorie zugeordnet.
which
Sollte das Pro­gramm wieder Erwarten ein­mal nicht gefun­den wer­den, gibt es die Möglichkeit, sich über den Befehl “which” den Pfad des instal­lierten Pro­gramms anzeigen zu lassen. Das instal­lierte Pro­gramm kann man als Verknüp­fung (Starter) dann bsp­ws. auf dem Desk­top ablegen. 

Erfahrung mit Linux Teil I

Nicht schon wieder – dies­mal ist es die Uhrzeit. Win­dows zeigt mir bei jedem Neustart eine verkehrte Uhrzeit an. Das ist nicht nur lästig, son­dern auch blöd für zu spe­ich­ernde Doku­mente. Mal­ware­bytes Anti-Mal­ware ent­deckt nach dem Scan­nen „wieder ein­mal“ ein Rootk­it, der allem Anschein nach erfol­gre­ich ent­fer­nt wurde. Eine Nev­er End­ing Sto­ry unter Win­dows, die im schlimm­sten Fall zu ein­er Neuin­stal­la­tion führt – ⇒wie⇒so⇒oft.

Als ich dann las, dass ein Update für Win­dows 7 eigentlich auch nichts anderes ist, als ein Down­loader für Win­dows 10, war das der berühmte Tropfen, der das Fass zum Über­laufen brachte. Ich will ein Betrieb­ssys­tem, das sich ganz nach meinen Vorstel­lun­gen anpassen lässt, schnell und eben kein Ein­fall­stor für Male­ware, Viren oder Tro­jan­ern ist.

Bei dieser Auswahl kommt man ganz schnell auf Lin­ux. Daran hat­te ich mich allerd­ings bere­its vor 16 Jahren erfol­g­los ver­sucht und so war ich anfangs skep­tisch. Da bei mir in der Büro Ecke noch ein altes Net­book mit zugemüll­tem Win­dows sein trost­los­es Dasein fris­tete, war ich gewil­lt, mich noch ein­mal auf das Aben­teuer Lin­ux einzulassen. 

Nach­dem ich dem Net­book einen neuen Akku spendiert hat­te und aus zahlre­ichen Dis­tri­b­u­tio­nen die mir passend erscheinende Dis­tri­b­u­tion Ubun­tu völ­lig prob­lem­los instal­liert bekom­men habe, war die Begeis­terung groß: Alles funk­tion­ierte und das in ordentlich­er Geschwindigkeit.

Wer nun nichts weit­er möchte, als mit Lin­ux zu arbeit­en, der kann nach der Instal­la­tion sofort losle­gen. Die wichtig­sten Pro­gramme wer­den bere­its mitin­stal­liert. Wer sich tiefer mit Lin­ux beschäfti­gen möchte und das Betrieb­ssys­tem nach eige­nen Wün­schen gestal­ten will, für den markiert die Instal­la­tion nur den Anfang ein­er lan­gen Reise zum Ver­ständ­nis von Linux. 

Die Instal­la­tion auf dem PC als Dual­boot Sys­tem ver­lief nicht ganz so prob­lem­los, zum einen hat­te ich meine Fähigkeit­en in Bezug auf Lin­ux über­schätzt, zum anderen war es Unacht­samkeit, die mich dazu zwang, Lin­ux und Win­dows wieder­holt zu installieren. 

Verzweifeln braucht aber nie­mand, für jedes Prob­lem gibt es im Netz umfan­gre­iche Hil­fe und da zumin­d­est fast jed­er Anfänger­fehler schon ein­mal gemacht wor­den ist, find­et sich meist schnell auch eine Lösung. 

Bei Instal­la­tion als Dual­boot auf dem Haup­trech­n­er emp­fiehlt sich ein funk­tion­stüchtiger zweit­er Rech­n­er, um im Not­fall im Netz Hil­fe zu find­en. Eigentlich kann aber so viel nicht passieren, denn es gibt immer noch die Chance, im Lin­ux- Live Modus ins das Sys­tem einzu­greifen. Oder, wer auf Num­mer Sich­er gehen will auch nur im Live-Sys­tem zu testen, ob Lin­ux einem per­sön­lich über­haupt zusagt.

Vor allem gilt aber und das kann nicht oft genug wieder­holt wer­den: Dat­en sich­ern, (E‑Mail Adress­buch und Leseze­ichen des Browsers nicht vergessen). Am besten auf eine externe Fest­plat­te, die für die Zeit der Bastelei mit den gesicherten Dat­en weitab vom PC im Schreibtisch ver­staut wird. Bei ein­er angeschlosse­nen exter­nen Back­up Fest­plat­te ist die Gefahr groß, sich die (ver­meintlich) sicheren Dat­en mit ein­er Lin­ux Dis­tri­b­u­tion verse­hentlich zu über­schreiben. (So blöd wie es klingt, mir ist das tat­säch­lich passiert)

Für die Win­dows-Par­ti­tion emp­fiehlt es sich, zusät­zlich ein Sys­temab­bild erstellen zu lassen, so kann man nach einem Crash rel­a­tiv prob­lem­los “sein” Win­dows wieder her­stellen, mit allen Dat­en und Einstellungen.

Gelöschte Festplatte — Fotos weg?

Recuva

Der Klas­sik­er — Ein Klick und schon ist es passiert. Die Schnell­for­matierung unter Win­dows hat die Par­ti­tion auf der Fest­plat­te gelöscht und die Bilder sind weg. Sind die Fam­i­lien­fo­tos damit für immer verloren? 

Nicht ganz, denn Win­dows hat im Fall der Schnell­for­matierung lediglich das „Inhaltsverze­ich­nis“ der Fest­plat­te gelöscht. Die Fest­plat­te scheint leer, die Dat­en sind jedoch mit ein biss­chen Aufwand zu find­en und wieder herzustellen. 

Bis zum Abschluss der Arbeit­en sollte natür­lich nichts mehr auf der Par­ti­tion gespe­ichert wer­den, deren Dat­en wieder­hergestellt wer­den sollen, denn — über­schriebene Dat­en sind unwieder­bringlich weg. 

Wenn es um die Wieder­her­stel­lung von Dat­en wie Bilder oder Texte auf ein­er “nur” schnell for­matierten und noch nicht wieder beschriebe­nen Par­ti­tion oder Fest­plat­te geht, bietet sich die Free­ware Recu­va an. 

In meinem Fall hat die Soft­ware fast alle ver­meintlich gelöscht­en Fotos nach inten­siv­er Suche gefun­den (immer­hin 3000 Bilder) und wieder hergestellt. 

Bei einem Tiefen­scann, der fast immer notwendig ist, muss ja nach Par­ti­tion­s­größe, mit mehreren Stun­den Suche gerech­net wer­den. Die Soft­ware ist selb­sterk­lärend und lässt sich hier down­load­en.

Um übri­gens in Zukun­ft ganz auf Num­mer Sich­er zu gehen, emp­fiehlt sich neben der exter­nen Fest­plat­te, die Back­ups automa­tisch erstellen sollte — beispiel­sweise mit Nero, eine zweite externe Fest­plat­te, auf der die Kopi­en der Back­ups von Zeit zu Zeit gespe­ichert wer­den soll­ten, die dann in der Schreibtis­chschublade auf­be­wahrt wird. So ist man rel­a­tiv sich­er und löscht nicht, wie in meinem Fall, gle­ich Par­ti­tion und Back­u­plat­te auf einmal. 

Hardwarewechsel

Mit dem Wech­sel auf WiN 7 mit einem neuen PC ist fast immer der Umstieg auf die 64bit Architek­tur ver­bun­den. Zwar kann Win­dows 7 mit den meis­ten 32bit Pro­gram­men umge­hen, aber eben nicht mit allen. Zudem ist die Treib­er­auswahl für Periph­eriegerät eingeschränkt. Soll heißen, je älter der Druck­er oder Scan­ner, desto sel­tener gibt’s dafür 64bit Treiber. Wer also mit dem Wech­sel auf 64bit liebäugelt, sollte entsprechend Zeit für das Ein­richt­en mit­brin­gen und damit rech­nen dass Uralt­soft­ware und alte Druck­er, Scan­ner etc. nicht mehr funk­tion­ieren. Da der Wech­sel von 32bit auf 64bit Betrieb­ssys­te­men über kurz oder lang sowieso kommt, macht die 32bit Ver­sion allerd­ings kaum noch Sinn.